Beliebte Entdeckungsreise über der Nebelgrenze
Kurz nach 5 Uhr morgens startete eine Wildtierführung im Surenengebiet. Die Teilnehmer fuhren per Seilbahn auf 1525 Meter über Meer und erlebten den Sonnenaufgang über den Schächentaler Bergen. Hinter der Exkursion stehen Kari Kempf, Jäger aus Attinghausen, und der Agronom Thomas Ziegler aus Altdorf. Kempf leitet solche Touren seit rund 20 Jahren.
Beobachtete Arten und Pflanzenvielfalt
Die Führung ist mehr als eine Wanderung: Sie verbindet Tierbeobachtung mit Pflanzenkunde und Landschaftsgeschichte. Während der Exkursion wurden mehrere Arten gesichtet, darunter:
- Rehe und Hirsche beim Grasen
- mehr als ein Dutzend Gämsen in höheren Lagen
- ein Turmfalke, kreisend über der Flanke
- Murmeltiere, die im Geröll pfeifen
- Steinböcke, die sich in kühlere Höhen zurückgezogen hatten
Auch die Alpenflora präsentierte sich vielfältig: Zwischen den Felsen blühen Arnika, Glockenblumen, Fingerkraut und Klappertopf.
Warum die Touren anziehen
Die Kombination aus fachkundiger Führung, früher Startzeit und landschaftlicher Kulisse erklärt den hohen Zuspruch: Die nächste Führung im August ist bereits ausgebucht. Teilnehmende schätzen, dass ortskundige Begleiter wie Kempf und Ziegler auf Details aufmerksam machen, die vielen Wanderern verborgen bleiben. So werden Landschaftsformen, Tiere und historische Spuren in einen Zusammenhang gestellt, der das Verständnis der alpinen Umwelt vertieft.
Konkrete Folgen für Besucher und Region
Für Bewohner und Gäste des Kantons Uri bringt das Angebot mehrere Vorteile mit sich:
- Öffentlichkeitsbildung: Teilnehmende erhalten Kenntnisse zu Tierverhalten und Pflanzenarten, die sonst schwer zugänglich sind.
- Nachfrage nach Angeboten: Die Ausbuchung deutet auf steigendes Interesse an naturkundlichen Führungen hin, was lokale Anbieter und Bergbahnen wirtschaftlich begünstigt.
- Schonung der Natur: Geführte Exkursionen bieten die Möglichkeit, Naturbeobachtung mit Rücksicht auf Wildtierruhe zu verbinden – vorausgesetzt, Teilnehmende respektieren Vorgaben der Leiter.
| Aspekt | Angabe aus der Führung |
|---|---|
| Starthöhe | 1525 m |
| Leiter | Kari Kempf (Jäger, Attinghausen), Thomas Ziegler (Agronom, Altdorf) |
| Erfahrungszeitraum | Kempf führt seit rund 20 Jahren |
Die Führungen zeigen die Urner Bergwelt nicht nur als Kulisse, sondern als lebendiges Ökosystem mit lokalen Traditionen. Für Interessierte empfiehlt es sich, sich frühzeitig zu informieren und Plätze zu reservieren, da die Nachfrage hoch ist.