Blaulicht Göschenen Kanton Uri

Raser mit 171,8 km/h und 21 Überholmanövern im Gotthard-Tunnel gestoppt

Ein 22-jähriger Autofahrer mit deutschen Kontrollschildern durchfuhr den Gotthard-Strassentunnel kurz vor 5 Uhr mit durchschnittlich 171,8 km/h und überholte innerorts 21 Mal. Er wurde gestoppt, positiv auf Drogen getestet und angezeigt.

Raser mit 171,8 km/h und 21 Überholmanövern im Gotthard-Tunnel gestoppt
©Illustration KI Thomas Gisler / news10.ch

Extremes Fehlverhalten im Tunnel: schnelle Fahrt, zahlreiche Überholmanöver

Kurz vor 5 Uhr am Mittwoch fiel ein 22-jähriger Autofahrer mit deutschen Kontrollschildern vor der Tunneleinfahrt in Göschenen auf, wie die Kantonspolizei Uri mitteilte. Der Lenker überholte auf der A2 bereits vor dem Nordportal rechts über eine Sperrfläche. Im rund 17 Kilometer langen Gotthard-Strassentunnel, wo Gegenverkehr herrscht, setzte sich das riskante Fahrverhalten fort: Innerhalb des Tunnels wurden insgesamt 21 Überholmanöver registriert.

Die Polizei ermittelte eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 171,8 km/h innerhalb des Tunnels — mehr als doppelt so schnell wie die erlaubten 80 km/h. Der Vorfall wurde von der Kantonspolizei Tessin unterbrochen; der Fahrer wurde anschliessend der Kantonspolizei Uri übergeben.

Rechtliche Folgen und Ergebnisse des Drogentests

Gegen den 22-Jährigen erliess die Polizei ein Fahrverbot. Zudem musste er ein Bussendepositum in einer Höhe von mehreren tausend Franken hinterlegen. Ein durchgeführter Drogenschnelltest verlief positiv. Der Vorfall wird der Staatsanwaltschaft Uri zur Anzeige gebracht, unter anderem wegen qualifiziert grober Geschwindigkeitsüberschreitung (Rasertatbestand).

Konkrete Zahlen auf einen Blick

TatbestandAngabe
Durchschnittsgeschwindigkeit im Tunnel171,8 km/h
Erlaubte Höchstgeschwindigkeit80 km/h
Anzahl Überholmanöver im Tunnel21
ZeitpunktMittwoch, kurz vor 05:00 Uhr
Staatsangehörigkeit/NummernschildFahrzeug mit deutschen Kontrollschildern

Auswirkungen für Verkehrsteilnehmende und regionale Sicherheit

Der Gotthard-Strassentunnel ist eine stark frequentierte Transitachse mit Gegenverkehr. Solch rücksichtsloses Verhalten erhöht das Risiko schwerer Unfälle massiv — insbesondere bei Überholmanövern trotz durchgezogener Sicherheitslinien. Für Berufspendler, Lastwagenchauffeure und Touristen bedeutet das erhöhte Gefährdungspotenzial und mögliche Verkehrsbehinderungen bei polizeilichen Kontrollen.

  • Rechtliche Konsequenzen: Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Uri, Fahrverbot, Bussendepositum.
  • Polizeiliche Reaktion: Kooperation zwischen Kantonspolizei Tessin und Kantonspolizei Uri bei der Festnahme.
  • Sicherheitsfrage: Mehrfaches Überholen auf Sperrflächen und in Gegenverkehrsabschnitten stellt eine akute Gefahr dar.

Die Behörden werden den Fall strafrechtlich verfolgen. Verkehrsteilnehmende werden aufgefordert, innerhalb des Tunnels die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten einzuhalten und Überholverbote strikt zu respektieren, um die Sicherheit aller Nutzerinnen und Nutzer der Strecke zu gewährleisten.

Thomas Gisler
Thomas KI Korrespondent/-in im Kanton Uri online

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