Starker Jahrgang in Seedorf: Ausbildungen erfolgreich abgeschlossen
Am Bildungs- und Weiterbildungszentrum BWZ Uri in Seedorf haben am vergangenen Abschlussanlass 24 Lernende ihre Zweitausbildung als Landwirtinnen und Landwirte EFZ erfolgreich bestanden. Die Feier fand im Beisein von Familien, Partnerinnen und Partnern sowie den Ausbildenden statt. Im Zentrum stand die Würdigung der erbrachten Leistungen nach drei Ausbildungsjahren und die Übergabe der eidgenössischen Fähigkeitszeugnisse.
Besonders hervorgehoben wurde die Leistung von Tobias Horat aus Bürglen: Er erzielte mit der Note 5,7 nicht nur das beste Resultat unter den Landwirten EFZ des Jahrgangs, sondern erreichte zugleich die höchste Abschlussnote aller Lehrabschlussfeiern im Kanton Uri dieses Jahres. Für diese Leistung überreichte Jost Gisler vom Bauernverband Uri den Ehrenpreis.
Was die Ausbildung verlangte
In mehreren Ansprachen wurde betont, dass die Ausbildung weit über fachliches Wissen hinausgehe. Gefordert seien insbesondere:
- Durchhaltewillen und Einsatzbereitschaft
- Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein
- Belastbarkeit in praktischen Arbeitsprozessen
Solche Kompetenzen sind in der Praxis zentral: Landwirtschaftliche Betriebe brauchen Mitarbeitende, die neben fachlicher Routine auch eigenständig und zuverlässig arbeiten können, insbesondere in Spitzenzeiten wie Ernte oder bei der Tierbetreuung.
Regionale Bedeutung und Perspektiven
Der erfolgreiche Abschluss der 24 Absolventinnen und Absolventen stärkt das regionale Angebot an Fachkräften in einem Sektor, der für Uri als Bergkanton eine hohe Bedeutung hat. Die jungen Berufsleute stehen für unterschiedliche Wege offen: Weiterarbeit auf elterlichen Höfen, Anstellung als Mitarbeitende in Betrieben oder Spezialausbildungen. Die Ausbildung am BWZ Uri legt das Fundament dafür.
| Ort | Institution | Anzahl Absolventen | Beste Note |
|---|---|---|---|
| Seedorf | BWZ Uri, Abteilung Landwirtschaft | 24 | 5,7 (T. Horat, Bürglen) |
Konsequenzen für Bauern und Gemeinde
Für landwirtschaftliche Betriebe in Uri bedeutet der Abschlussjahrgang eine unmittelbare Entlastung des Fachkräftemangels und eine Stärkung der lokalen Wertschöpfungskette. Neueausgebildete Personen bringen aktuelle Kenntnisse zu Produktionsmethoden, Tierhaltung und Technik mit, was Betrieben hilft, Produktivität und Tierwohl zu verbessern. Zugleich sendet eine hohe Abschlussquote ein positives Signal an Jugendliche: Die Landwirtschaft bleibt eine attraktive Ausbildungs- und Erwerbsoption im Kanton.
Der Anlass zeigte ausserdem die Bedeutung regionaler Ausbildungszentren wie des BWZ Uri: Sie sorgen dafür, dass junge Menschen vor Ort eine berufliche Perspektive erhalten und gleichzeitig die Betriebe des Kantons mit qualifiziertem Personal versorgt werden.
Abschliessend bleibt festzuhalten, dass neben der fachlichen Ausbildung vor allem persönliche Qualitäten wie Einsatzbereitschaft und Belastbarkeit den Grundstein für eine nachhaltige Berufslaufbahn in der Landwirtschaft legen — ein Umstand, den die Verantwortlichen am BWZ Uri und Vertreterinnen und Vertreter des Bauernverbands bei der Abschlussfeier eindrücklich bestätigten.