Leichter Anstieg auf Monats‑ und Jahresbasis
Die in Inseraten ausgeschriebenen Mietpreise in der Schweiz sind im Juni erneut angestiegen. Der vom Portal Homegate in Zusammenarbeit mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) publizierte Index notierte im Berichtsmonat bei 134,0 Punkten. Gegenüber dem Vormonat bedeutet das ein Plus von 0,3 Prozent, auf Jahressicht beträgt die Zunahme 2,5 Prozent.
Für den Kanton Zürich fällt die Entwicklung markanter aus als im nationalen Mittel: Die Angebotsmieten liegen hier im Jahresvergleich bei +3,3 Prozent. Für Mietinteressenten in der Stadt und im Kanton bedeutet das tendenziell höhere Einstiegspreise bei Neuvermietungen oder Wiedervermietungen.
Regionale Unterschiede und Spitzenwerte
Die monatlichen Veränderungen verteilen sich kantonal unterschiedlich. Auffällige Bewegungen zeigen sich insbesondere in kleineren Kantonen mit starken Ausschlägen nach oben:
- Schwyz: +2,3% (Monatsveränderung, Index nahe Allzeithoch)
- Obwalden: +1,5% (Monat)
- Nidwalden: +8,3% (Jahreswachstum: Top‑Kanton)
- Graubünden: +6,7% (Jahreswachstum)
- Genf: +5,3% (Jahreswachstum)
Im städtischen Vergleich stach im Juni Luzern hervor: Sowohl gegenüber dem Vormonat (+1,0%) als auch gegenüber dem Vorjahr (+6,0%) verzeichnete die Stadt die stärksten Zuwächse. Ein Monatsminus gab es in Lugano (-1,1%), das jedoch mit einem starken Vorjahresmonat zusammenhängt.
Was bedeutet das für Bewohnerinnen und Bewohner von Zürich?
Für Mietinteressenten heisst die Entwicklung: Neu ausgeschriebene Wohnungen werden im Schnitt teurer, besonders in attraktiven Lagen des Kantons. Für bestehende Mietverhältnisse ändert sich kurzfristig nichts; die Indikatoren zeigen jedoch, dass der Druck auf den Wohnungsmarkt weiterhin besteht. Vermieterinnen und Vermieter könnten dies nutzen, um Neuvermietungen zu höherem Niveau zu platzieren.
| Messgrösse | Wert |
|---|---|
| Homegate‑Index (Juni) | 134,0 Punkte |
| Monatliche Veränderung (Schweiz) | +0,3 % |
| Jahresveränderung (Schweiz) | +2,5 % |
| Jahresveränderung (Kanton Zürich) | +3,3 % |
Der Index misst qualitätsbereinigt die Veränderung der Mietpreise für neu und wieder zu vermietende Wohnungen anhand aktueller Anzeigen. Als solche bietet er einen Überblick über die Marktentwicklung, ersetzt aber keine individuelle Marktanalyse für konkrete Quartiere oder Wohnungstypen.
Für Betroffene lohnt es sich, bei Wohnungssuche und Mietverhandlungen die lokale Marktlage genau zu beobachten, Inseratevergleiche durchzuführen und gegebenenfalls Unterstützung durch Beratungsstellen der Gemeinden oder Mieterverbände in Anspruch zu nehmen.