Gezielte Kontrollen in Städten und Agglomerationen
Die Kantonspolizei Bern hat im Zeitraum vom 1. bis 28. Juni im Rahmen des Schwerpunkts «Urbane Mobilität» gezielte Verkehrskontrollen in Städten und Agglomerationen des Kantons durchgeführt. Bei den Einsätzen stellten die Polizeikräfte insgesamt rund 650 Verstösse fest. Die Massnahmen richteten sich schwergewichtig gegen E-Bike-, Velo- und E-Trottinett-Lenkende, eine Gruppe, die in den Unfallstatistiken besonders auffällt.
Gemäss Mitteilung der Polizei waren Lichtsignale die häufigste Ursache für Bussen: 440 Mal missachteten Verkehrsteilnehmende ein Rotlicht oder andere Signale. Daneben wurden 85 Geschwindigkeitsüberschreitungen sowie 40 Verstösse gegen Vorschriftssignale festgestellt. Weitere erfasste Delikte sind Fahrten ohne Licht (31), unerlaubtes Befahren des Trottoirs (16) sowie das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung (16).
- Insgesamt registrierte Verstösse: ~650
- Missachtete Lichtsignale: 440
- Geschwindigkeit: 85
- Vorschriftssignale: 40
- Fahrten ohne Licht: 31
- Trottoirfahren: 16
- Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung: 16
| Verstoss | Anzahl |
|---|---|
| Missachtete Lichtsignale | 440 |
| Geschwindigkeit | 85 |
| Vorschriftssignale | 40 |
| Fahrten ohne Licht | 31 |
| Trottoirfahren | 16 |
| Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung | 16 |
Die betroffenen Personen wurden jeweils mit einer Ordnungsbusse belegt. Zusätzlich ordnete die Polizei für 88 Verkehrsteilnehmende unter 15 Jahren die Teilnahme an einem Verkehrsunterricht an. Laut Mitteilung sind damit sowohl repressive wie auch präventive Elemente Teil der Strategie.
Konsequenzen für den Alltag im Kanton Bern
Für Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie Freizeitverkehr bedeuteten die Kontrollen eine erhöhte Präsenz der Polizei in städtischen Bereichen. Die hohe Zahl an Rotlichtmissachtungen weist darauf hin, dass insbesondere Kreuzungen und Ampelanlagen in den Städten Risikopunkte bleiben. Wer innerhalb der Stadtgrenzen unterwegs ist, sollte sich dieser Gefahren bewusst sein: Missachtete Lichtsignale führen nicht nur zu Bussen, sie bergen ein erhöhtes Unfallrisiko für alle Verkehrsteilnehmenden — Fussgängerinnen und Fussgänger eingeschlossen.
Die Kantonspolizei Bern kündigt an, auch künftig im Rahmen des Schwerpunkts «Urbane Mobilität» sowohl präventive als auch repressive Aktionen durchzuführen. Für die Bevölkerung heisst das: vermehrte Kontrollen an neuralgischen Punkten, aber auch weitere Präventionsangebote im öffentlichen Raum.
Die Kontrollen sind Teil einer landesweiten Debatte über die Sicherheit in urbanen Räumen, die mit dem wachsenden Anteil von E-Bikes und E-Trottinetts an Fahrt aufgenommen wurde. In Bern und seinen Agglomerationen dürfte die Polizei deshalb in den kommenden Monaten weiterhin präsent bleiben, um Verkehrsverstösse zu sanktionieren und das Verhalten im Strassenraum zu beeinflussen.