SVP will Kontinuität in der Davoser Exekutive sichern
Die SVP Davos hat Rebekka Gadmer als Kandidatin für die Ersatzwahl in den Kleinen Landrat vom 27. September nominiert. Die Ersatzwahl wird notwendig, weil Valérie Favre Accola (SVP) im Juni in die Bündner Regierung gewählt wurde und den Platz in der Davoser Exekutive freimacht. Favre Accola bleibt gemäss Mitteilung bis Ende Jahr im Amt und nimmt ihre neue Regierungsfunktion per 1. Januar 2027 wahr.
Mit der Nomination will die SVP den bisherigen Sitz in der fünfköpfigen Davoser Regierung verteidigen. Die Partei hebt in ihrer Mitteilung mehrere berufliche und politische Erfahrungen Gadmers hervor, die für Wählerinnen und Wähler bei einer Ersatzwahl relevant sind.
- Beruflich: Führung eines landwirtschaftlichen Betriebs gemeinsam mit ihrem Mann; kaufmännische Angestellte in einer Davoser Schreinerei mit Aufgaben in Buchhaltung, Administration und Organisation.
- Politisch: Acht Jahre Tätigkeit im Schulrat, dadurch Kenntnis der kommunalen Abläufe.
«und kennt dadurch die Abläufe in der Gemeinde aus eigener Erfahrung»
Auswirkungen für die Lokalpolitik
Die bevorstehende Wahl betrifft die parteipolitische Zusammensetzung der Gemeindeexekutive. Aktuell sitzen neben Favre Accola in der Davoser Exekutive: Landammann Philipp Wilhelm (SP), Jürg Zürcher (FDP), Walter von Ballmoos (GLP) und Claudia Bieler (SP). Mit der Kandidatur Gadmers versucht die SVP, den bisherigen Anteil in der Exekutive zu sichern und personelle Kontinuität zu wahren, sobald Favre Accola das Amt verlässt.
| Amt | Name | Partei |
|---|---|---|
| Landammann | Philipp Wilhelm | SP |
| Exekutivmitglied | Jürg Zürcher | FDP |
| Exekutivmitglied | Walter von Ballmoos | GLP |
| Exekutivmitglied | Claudia Bieler | SP |
| Ausgeschiedene/wechselnde Sitzinhaberin | Valérie Favre Accola | SVP |
Bislang wurden keine weiteren Kandidaturen für die Ersatzwahl kommuniziert. Das bedeutet, dass der Wahlkampf in Davos je nach Anmeldungen noch an Dynamik gewinnen kann. Für Stimmberechtigte in der Gemeinde ist der Termin am 27. September eine Möglichkeit, über die Besetzung eines direkten Exekutivmandats zu entscheiden, das lokale Schwerpunkte wie Bildung, Infrastruktur und Gemeindehaushalt mitprägt.
Die Nomination einer lokalen Persönlichkeit, die sowohl landwirtschaftliche Praxis als auch kaufmännische Erfahrung und längerjährige kommunale Funktionen vorweisen kann, dürfte in der lokalen Debatte Fragen nach Sachkenntnis, Kontinuität und Vertretung ländlicher Interessen aufwerfen. Wie sich diese Aspekte in der politischen Auseinandersetzung vor der Wahl niederschlagen werden, bleibt abzuwarten.
Für die Wählerinnen und Wähler in Davos sind die nächsten Schritte klar: Beobachten, ob weitere Kandidaturen eingereicht werden, die offiziellen Unterlagen zu den Kandidierenden prüfen und sich vor der Abstimmung ein Bild von programmatischen Unterschieden machen.