Mehr Leben im Dreispitzpark — temporäre Angebote als Vorbereitung auf Sanierung 2029
Eine Projektgruppe aus rund einem Dutzend engagierter Einwohnerinnen und Einwohner hat zusammen mit der Stadt Kreuzlingen erste konkrete Ideen für eine Zwischennutzung des Dreispitzparks entwickelt. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität in der Stadtmitte zu erhöhen und einen zentralen Begegnungsort für die Bevölkerung zu schaffen, wie die Stadt in einem Communiqué mitteilte.
Der Beteiligungsprozess war Teil des laufenden Leitbildprozesses der Stadt Kreuzlingen. Aus den Teilnehmenden bildeten sich zwei Arbeitsgruppen; eine davon widmete sich dem Potenzial des Dreispitzparks. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die voraussichtlich für 2029 geplante Gesamtsanierung des historischen Parks einfließen.
"Kreuzlingen hat so viel Potenzial. Wir möchten uns engagieren, anstatt uns zu beschweren."
Dieses Zitat stammt von Projektgruppenmitglied Kristina Gerdes und verdeutlicht die Motivation hinter dem Engagement: Es geht um praktische, schnell umsetzbare Angebote, die den Park im Alltag als Treffpunkt nutzbar machen.
Konkrete Vorschläge und Umsetzbarkeit
Die Arbeitsgruppe präsentierte mehrere Vorschläge, die bewusst mit überschaubarem Aufwand realisierbar sowie bei Bedarf anpassbar oder rückbaubar sind. Zu den genannten Elementen zählen unter anderem:
- ein grosser Sandkasten,
- eine Holztreppe als Sitzgelegenheit und Treffpunkt,
- temporäre Spiel- und Aufenthaltsangebote, etwa für Kinder und Familien.
Projektmitglied Rolf Graf betonte die Vorzüge der zentralen Lage und der Grösse des Parks, die ihn zu einem geeigneten Treffpunkt für die Bevölkerung machen. Auch Karen Rauschenbach sieht den Dreispitzpark als Chance, um neue Ideen zu erproben und Erfahrungen zu sammeln.
Konsequenzen für die Bevölkerung von Kreuzlingen
Für die Einwohnerinnen und Einwohner bedeutet die Zwischennutzung konkret: mehr informelle Begegnungsräume im Zentrum, zusätzliche Spielmöglichkeiten für Kinder und kurzfristige Aufenthaltsangebote nach dem Einkauf oder für eine Pause. Weil die Vorschläge reversibel sind, bleibt die langfristige Planung für die Gesamtsanierung 2029 flexibel; gleichzeitig können praktische Erkenntnisse aus dem Testbetrieb in die definitive Gestaltung einfliessen.
| Projektgruppe (Auswahl) | Rolle |
|---|---|
| Theresia Reding | Projektgruppe |
| Anna Dietsche | Projektgruppe |
| Kristina Gerdes | Projektgruppe |
| Karen Rauschenbach | Projektgruppe |
| Rolf Graf | Projektgruppe |
| Sandra Lang | Projektgruppe (nicht im Bild) |
Die Stadtverwaltung hat dem Beteiligungsprozess Raum gegeben und will die vorgeschlagenen temporären Massnahmen prüfen. Für Anwohnende bedeutet dies: Veränderungen im öffentlichen Raum sind möglich, zunächst jedoch in Form beschränkter, provisorischer Elemente, die bei positiver Resonanz intensiviert oder als Erkenntnisgrundlage für die Sanierung 2029 genutzt werden können.
Wie und wann die ersten Angebote umgesetzt werden, richtet sich nach weiteren Abklärungen durch die Stadtverwaltung und der Verfügbarkeit von Ressourcen. Für Kreuzlingen bleibt die Entwicklung des Dreispitzparks ein lokales Projekt mit unmittelbarer Bedeutung für die Aufenthaltsqualität im Stadtzentrum.