Die Handelskammer beider Basel hat eine deutliche Forderung an die Politik des Kantons Basel-Landschaft erhoben: Der Kanton solle seine Steuern um 80 Millionen Franken senken, damit er im interkantonalen Wettbewerb wieder attraktiver werde. Die Organisation begründet den Vorstoss mit der derzeitigen Stellung im Steuervergleich: Beim Maximalsteuersatz belegt Baselland landesweit lediglich den 23. Platz.
Wer würde profitieren?
Gemäss Mitteilung sollen insbesondere Mittelstand und Fachkräfte von der geplanten Reform profitieren. Als Zielgruppe nennt die Handelskammer Personen mit einem Bruttojahreseinkommen zwischen 75'000 und 200'000 Franken. Damit adressiert die Forderung genau jene Bevölkerungsgruppen, die für die lokale Wirtschaft als Erwerbspersonen und Kundschaft zentral sind.
- Primär Betroffene: Steuerpflichtige mit 75'000–200'000 Franken Bruttoeinkommen.
- Ziel: Verbesserung der Standortattraktivität gegenüber Basel-Stadt und anderen Kantonen.
- Initiator: Handelskammer beider Basel, vertreten durch Direktor Martin Dätwyler.
Politische und praktische Folgen
Eine Zielgrösse von 80 Millionen Franken wirft direkte Fragen für den kantonalen Haushalt und die Gemeinden auf: Wie sollen die Mindereinnahmen kompensiert werden? Welche Auswirkungen hat eine Entlastung auf öffentliche Leistungen, Investitionen oder auf kantonale Umlagen an die Gemeinden? Die Handelskammer betont den Wettbewerbsdruck in der Nordwestschweiz; die Politik muss diesen Anspruch gegen fiskalische Realitäten abwägen.
| Element | Angabe aus der Meldung |
|---|---|
| Geforderte Entlastung | 80 Millionen Franken |
| Betroffene Einkommensgruppe | 75'000–200'000 Franken |
| Rang beim Maximalsteuersatz | 23. Platz landesweit |
Die Handelskammer erhöht mit der Forderung den Druck auf die kantonalen Entscheidungsträger. Ob und in welcher Form die Politik diesem Anliegen nachkommt, wird massgeblich von der kommenden Diskussion im Landrat und von fiskalischen Abwägungen abhängen. Für private Haushalte in der genannten Einkommensspanne könnte eine Entlastung spürbar sein, wenn sie umgesetzt würde; für den Kanton stellt sich die Frage nach Prioritäten und Ausgleichsmassnahmen.
Die Handelskammer hat ihre Ergebnisse und Vorschläge als Grundlage für den politischen Prozess angekündigt. Konkrete Vorschläge zur Finanzierung oder zum Verteilungsschlüssel der Entlastung wurden in der vorliegenden Meldung nicht genannt.