Regierungsrat setzt auf KI – von Pilotprojekten zum dauerhaften Betrieb
Der Kanton Zürich treibt die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Verwaltung voran. Der Regierungsrat hat in einer Medienmitteilung die Schaffung des Projekts «SynerKI» bekanntgegeben und die dafür nötigen Mittel bewilligt: eine einmalige Projektfinanzierung in der Höhe von 2,76 Millionen Franken sowie wiederkehrende jährliche Ausgaben von 3,87 Millionen Franken. Ziel ist es, erprobte KI-Anwendungen und die in den letzten Jahren gewonnenen Erfahrungen in einen dauerhaften Betrieb zu überführen.
Mit dem Vorhaben sollen kantonale Aktivitäten im Bereich KI übergreifend koordiniert werden, damit vorhandene Kompetenzen kanalisiert und bestmöglich genutzt werden können. Als technische Grundlage ist die Entwicklung einer neuen Serviceplattform vorgesehen, die den Betrieb und die Weiterentwicklung sicherer KI-Lösungen ermöglichen soll.
Wozu die Investition dient und was sich ändert
Die Regierung betont, dass KI künftig auch für Anwendungen mit schützenswerten Daten im Verwaltungsalltag nutzbar gemacht werden soll. Konkret bedeutet dies, dass in sensiblen Bereichen – etwa bei Personendaten oder in Fällen mit rechtlichen Folgen für Bürgerinnen und Bürger – KI-gestützte Werkzeuge unter strengen Sicherheitsanforderungen betrieben werden sollen.
- Koordination: Zusammenführung bisher verteilter KI-Aktivitäten unter einer Leitung.
- Infrastruktur: Aufbau einer Serviceplattform als technisches Rückgrat für KI-Lösungen.
- Sicherheit: Fokus auf Einsatz mit schützenswerten Daten und Governance.
Für die Bevölkerung könnte sich daraus ein spürbarer Nutzen ergeben: effizientere Prozesse bei Bewilligungsverfahren oder schnellere Auskunftsdienste. Gleichzeitig sind Fragen nach Datenschutz, Transparenz der Algorithmen und Verantwortung bei automatisierten Entscheidungen zentral – die Regierung nennt die sichere Nutzbarkeit als Ziel, nähere Details zu Kontrollmechanismen wurden jedoch in der Mitteilung nicht ausgeführt.
| Posten | Betrag (CHF) |
|---|---|
| Einmalige Projektkosten | 2,76 Mio. |
| Wiederkehrende jährliche Ausgaben | 3,87 Mio. |
Die Entscheidung des Regierungsrats baut auf mehreren Pilotprojekten und erprobten Anwendungen in den vergangenen Jahren auf. Mit «SynerKI» sollen diese Erfahrungen systematisch nutzbar gemacht werden, statt einzelne Einzellösungen weiter zu betreiben. Das kann zu Kosteneinsparungen durch Bündelung führen, aber auch laufende Ausgaben verursachen – die Regierung hat hierfür die genannten Mittel reserviert.
Bleiben offene Fragen: Wie genau werden Datenschutz, Auditierbarkeit und die Kontrolle automatisierter Entscheidungen gewährleistet? Welche Bereiche der Verwaltung werden prioritär angebunden? Und wie werden Mitarbeitende geschult, um mit KI-gestützten Tools verantwortungsvoll umzugehen? Die Medienmitteilung nennt zwar Ziele und Mittel, liefert aber noch keine umfassenden Antworten auf diese Aspekte.
Für Bürgerinnen und Bürger im Kanton Zürich bedeutet das Projekt potenziell schnellere und digitalere Dienstleistungen. Entscheidend bleibt jedoch, dass Transparenz, Datenschutz und rechtsstaatliche Prinzipien beim Einsatz von KI gewahrt werden – nur so lässt sich Vertrauen in automatisierte Verwaltungsprozesse sichern.