Abschlussfeiern in Kirchberg und Langnau
Im Kanton Bern haben an zwei Feierlichkeiten in Kirchberg und Langnau insgesamt 83 junge Schreinerinnen und Schreiner ihren Ausbildungsabschluss gefeiert. Im Saalbau Kirchberg wurden 33 Fähigkeitszeugnisse übergeben, im Tigersaal in Langnau feierten 50 Berufsleute ihren erfolgreichen Lehrabschluss.
Prüfungsteile und Abschlussarbeiten
Das Qualifikationsverfahren umfasste die üblicherweise vorgesehenen Elemente: die praktische Teilprüfung im dritten Lehrjahr, die theoretische Schulprüfung sowie die individuelle praktische Arbeit (IPA). An den Feiern wurden die IPA-Projekte kurz vorgestellt und gaben Einblick in die Bandbreite handwerklicher Leistungen.
- Gezeigte Arbeiten: Sideboards, Kleiderschränke, Garderoben, Schreibtische sowie Bar- und Beamermöbel
- Spezialanfertigungen: ein rundes Möbelstück mit gedrechselten Elementen
- Weitere Einbauten: Haustüren, Küchen und eine Ladetheke
Worte des Verbandspräsidenten und Bedeutung für die Berufslaufbahn
Verbandspräsident Beat Fankhauser hob in seiner Ansprache die Entwicklung der Lernenden während der Lehrzeit hervor — vom unsicheren Einstieg bis zu wachsender Routine und Selbstvertrauen. Er wies auf die veränderte Verantwortung hin, die mit dem Abschluss verbunden ist.
„Mit dem Lehrabschluss beginne nun ein neuer Abschnitt mit mehr Eigenverantwortung und beruflichen Perspektiven.“
Konkrete lokale Auswirkungen
Für Betriebe im Kanton Bern bedeutet der Berufsnachwuchs eine unmittelbare Stärkung der regionalen Wertschöpfung im Holz- und Möbelbereich. Die Bandbreite der präsentierten Arbeiten zeigt, dass die Absolventinnen und Absolventen sowohl für Serienarbeiten wie auch für individuelle Einbauten qualifiziert sind. Das hat Folgen für Auftraggeberinnen und Auftraggeber in Haushalt, Gewerbe und öffentlicher Hand: Kurz- bis mittelfristig stehen vermehrt Fachkräfte für Innenausbau, Küchenmontage, Türen- und Ladeneinbauten zur Verfügung.
Ausgewählte Abschlüsse (Auszug)
Aus den vorliegenden Abschlusslisten sind mehrere Namen und Ausbildungsbetriebe aus dem Kanton sichtbar. Die Nennung einzelner Absolventinnen und Absolventen unterstreicht die Verankerung der Ausbildung in zahlreichen regionalen Betrieben.
| Ort | Anzahl Abschlüsse |
|---|---|
| Kirchberg (Saalbau) | 33 |
| Langnau (Tigersaal) | 50 |
Beispiele aus der Abschlussliste (Auszug): Langenthal Zingg Lukas (Bolligen, Tschaggelar Bau- und Möbelschreinerei GmbH, Bern); Amacher Shelly (Thun, Team Graf AG, Münsingen); Glauser Selina (Oberburg, Grunder AG, Utzigen); Högger Lino (Worb, Stucki Küchen AG, Rüfenacht) und weitere. Die vollständige Liste liegt den zuständigen Lehrbetrieben und der Berufsfachschule vor.
Ausblick
Der Lehrabschluss markiert für viele nun den Übergang in mehr eigenverantwortliche Tätigkeiten oder in weiterführende Qualifikationen. Für die Kantonsbevölkerung bedeutet dies verlässlichen Nachwuchs in einem Handwerkszweig, der in Bau, Innenausbau und Möbelherstellung weiter gefragt bleibt. Die präsentierten Projekte zeigen, dass die Ausbildung sowohl traditionelle Techniken wie Drechseln als auch aktuelle Einbaulösungen abdeckt — ein Plus für regionale Auftraggeberinnen und Auftraggeber.