Schriftliche Zusage aus Mailand stärkt Finanzierung des Verkehrskonzepts
Die Region Lombardei hat der Bündner Regierung nach Angaben aus der Standeskanzlei schriftlich zugesichert, sich an den Kosten des grenzüberschreitenden Verkehrskonzepts für die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 zu beteiligen. Das Verkehrskonzept dient dazu, den erwarteten Mehrverkehr während der Spiele im Februar 2026 zu kanalisieren und eine reibungslose Mobilität in der Grenzregion sicherzustellen.
Der Kanton Graubünden hatte für dieses Konzept ursprünglich rund 5,5 Millionen Franken budgetiert. Die effektiven Ausgaben fielen laut Mitteilung jedoch niedriger aus. Die Lombardei hatte ihre Teilnahme bereits in Aussicht gestellt, blieb aber zunächst ausstehend, bis nun nach intensiven Verhandlungen und mit Unterstützung aus Bundesbern die schriftliche Bestätigung eingetroffen ist. Dem Vernehmen nach haben sich Bundesrat Ignazio Cassis und der Schweizer Botschafter in Rom, Roberto Balzaretti, für eine Lösung eingesetzt.
Konsequenzen für Graubünden und die Bevölkerung
Für die Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons bedeutet die Zusage vor allem finanzielle Entlastung des kantonalen Budgets und Planungssicherheit für Massnahmen während der Spiele. Die getroffenen Vorkehrungen betreffen unter anderem den öffentlichen Verkehr, Parkierungslösungen und grenzüberschreitende Verkehrssteuerung — Bereiche, die direkte Auswirkungen auf Pendlerinnen, Reisende und Betriebe in der Region haben können.
- Finanzielle Wirkung: Ein Teil der aufgewendeten Mittel soll durch die Lombardei gedeckt werden, wodurch Graubünden weniger Eigenmittel einsetzen muss.
- Operative Planung: Die schriftliche Zusicherung erleichtert die Umsetzung logistischer Massnahmen für die Olympiaperiode.
- Rechtliche/administrative Schritte: Die Lombardei muss interne Fragen klären und den Beitrag offiziell überweisen; andernfalls behält sich Graubünden eine Verrechnung vor.
Offene Punkte und weiteres Vorgehen
Die Standeskanzlei weist darauf hin, dass die Lombardei noch interne Fragen zu klären hat, bevor der zugesagte Betrag transferiert wird. Sollte die Zahlung wider Erwarten ausbleiben, hat die Bündner Regierung angekündigt, den Betrag mit ausstehenden Zahlungen an Italien zu verrechnen. Welche Beträge konkret noch offen sind und in welchem Zeitrahmen die Überweisung erfolgen soll, wurde in der Mitteilung nicht beziffert.
| Posten | Angabe |
|---|---|
| Budgetierter Betrag | ca. 5,5 Mio. Franken |
| Effektive Ausgaben | Geringer als budgetiert (keine genaue Summe mitgeteilt) |
| Status Zuschuss Lombardei | Schriftliche Zusage erhalten – interne Klärungen ausstehend |
Für die kantonalen Behörden ist nun entscheidend, dass die Zusage in eine tatsächliche Zahlung umgesetzt wird, damit die getroffenen Massnahmen vollumfänglich finanziert sind und die operative Planung wie vorgesehen umgesetzt werden kann. Für die Bevölkerung bleibt wichtig, dass die angekündigten Verkehrslösungen rechtzeitig eingeführt werden, um während der Winterspiele Staus und Überlastungen zu minimieren.