Rechtsextremistische Schmierereien sorgen für Unruhe
Am Bahnhof von Belp sind an mehreren Orten in roter Farbe Nazi-Symbole und Parolen angebracht worden. Die Kantonspolizei Bern nahm nach Angaben aus Ermittlerkreisen einen 34-jährigen Schweizer fest, der die Taten gestanden hat. Bei den Schmierereien wurden unter anderem Hakenkreuze sowie die Buchstabenfolgen «SS» und «NSDAP» gesprüht.
Ort und Umfang der Sachbeschädigungen
Die Farbschmierereien fanden nach bisherigen Erkenntnissen an rund zehn Orten am Bahnhofsgelände und in dessen unmittelbarer Umgebung statt. Mitarbeiter einer Reinigungsfirma waren bereits vor Ort und entfernten die Zeichen; Anwohner und Passantinnen berichteten von grossem Entsetzen und Unverständnis.
- Tatort: Bahnhof Belp
- Anzahl betroffener Stellen: rund 10
- Festgenommener: 34-jähriger Schweizer (geständig)
«Das symbolisiert eine schlimme Zeit, mit welcher man nicht spassen sollte.» — Yvonne, 17
Reaktionen aus der Bevölkerung und von Beratungsstellen
Die Schmierereien haben bei Bewohnerinnen und Besuchern der Gemeinde deutliche Bestürzung ausgelöst. Einige Befragte betonten, solche Vorfälle seien hier bislang unüblich. Vertreter der Informations- und Beratungsstelle gggfon (Gemeinsam gegen Gewalt und Rassismus) weisen darauf hin, dass Meldungen zu rechtsextremistischen Schmierereien in letzter Zeit zugenommen hätten. Sie machen auch einen Zusammenhang mit aktuellen internationalen Konflikten und einer wachsenden gesellschaftlichen Verunsicherung verantwortlich.
Praktische Auswirkungen für Pendelnde und Anwohnende
Für Pendelnde beschränkten sich die Folgen hauptsächlich auf optische Störungen und die kurzzeitige Präsenz von Reinigungsteams. Dennoch können solche Taten das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung beeinträchtigen. Behörden und Beratungsstellen empfehlen, solche Vorfälle ernst zu nehmen, sie umgehend zu melden und bei Beobachtungen von strafbaren Symbolen die Polizei zu informieren, damit Spuren gesichert werden können.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Tatort | Bahnhof Belp |
| Betroffene Stellen (circa) | 10 |
| Festgenommener | 34-jähriger Schweizer (geständig) |
Die Kantonspolizei Bern führt die weiteren Ermittlungen zur Tat- und Motivlage. Für die Bevölkerung bleibt die Aufforderung, bei extremistischen Symbolen nicht wegzusehen und – falls erforderlich – Angebote von Beratungsstellen wie gggfon in Anspruch zu nehmen.