Städtebaulicher Vorschlag für das Niderfeld
Für das Niderfeld in Dietikon liegt ein Konzept vor, das die Qualitäten einer Gartenstadt mit Elementen einer urbanen europäischen Stadt verknüpft. Das Grundprinzip sieht eine Abfolge von Grün- und Strassenräumen vor, die das Gebiet strukturieren und den Alltag der Quartierbewohner prägen sollen. Entscheidend ist dabei die Reaktion auf zwei prägende Mobilitätsachsen: die Überlandstrasse im Süden und der Güterbahnhof im Norden des Planungsperimeters, die als Lärmquellen identifiziert werden.
Als Massnahme gegen die Lärm- und Mobilitätsbelastung schlägt das Konzept vor, Mischnutzungen wie Büros und Läden an den äusseren Rändern des Gebiets zu positionieren. Dadurch entsteht innenliegend eine ruhiger ausgerichtete, Nord–Süd-orientierte Wohnlandschaft mit einer klaren Trennung von Aussen- und Randfunktionen.
Park- und Freiraumstruktur
Der vorgeschlagene Park gliedert sich laut Entwurf in mehrere Charakterräume: ein dichter Wald im Süden, eine Spiel- und Sportwiese im Norden sowie ein See mit Restaurant am Schnittpunkt der Fuss- und Velowege. Zentral ist ausserdem der neu definierte Raum entlang des Täschlibachs, der für den motorisierten Verkehr gesperrt werden soll und als grünes Rückgrat des Quartiers dient.
| Element | Lage / Funktion |
|---|---|
| Wald | Süden, dichter Erholungsraum |
| Spiel- und Sportwiese | Norden, Freizeitflächen |
| See und Restaurant | Schnittpunkt der Fuss- und Velovege |
| Täschlibach | Fuss- und Velopassage, motorisierter Verkehr gesperrt |
Der Entwurf sieht zudem einen Quartiersplatz vor, der die Tramhaltestelle der Limmattalbahn, ein Primarschulhaus sowie einen Kindergarten verknüpfen soll und damit sowohl dem neuen Quartier als auch angrenzenden Quartieren als zentraler Treffpunkt dienen könnte.
Wohnen, Erschliessung und Gebäudetypologie
Die Wohngebäude sind überwiegend zwei- bis dreigeschossig vorgesehen. Fast alle Wohnungen sollen einen separaten Eingang sowie einen privaten Aussenraum erhalten — Garten, Balkon oder Dachterrasse werden genannt. Als Grundtypen werden Gartenwohnungen, Maisonettes, Living/Working-Appartements und Penthouses aufgeführt.
- Die Anordnung der Mischfunktionen an den Rändern dient dem Lärmschutz und stärkt die Erdgeschossnutzungen.
- Ein Netz von Fuss- und Velowegen erschliesst das Gebiet in Nord–Süd- und Ost–West-Richtung.
- Der Täschlibach-Raum schafft ein autofreies Grünband als Erholungsfläche.
Der Entwurf nennt ausserdem eine stärkere Erdgeschossaktivität entlang der Strassenräume mit Ateliers, Cafés und Arbeitszonen, die zur Belebung beitragen sollen. Konkrete Angaben zu Parkierungszahlen oder zur Dichte an Wohnnutzungen macht der vorliegende Auszug nicht.
Folgen für Dietikon
Für die Bevölkerung in Dietikon sind mehrere Auswirkungen zu erwarten, sofern ein derartiger Plan weiterverfolgt wird: Eine Begrenzung der Gebäudehöhen auf zwei bis drei Geschosse würde die Massstäblichkeit des Quartiers niedrig halten und die Wohnqualität steigern. Die gezielte Platzierung von Läden und Büros an den Rändern könnte die Lärmbelastung im Innern reduzieren, zugleich aber die Kante zur angrenzenden Verkehrsinfrastruktur stärker nutzen. Grünräume entlang des Täschlibachs und der neue Park könnten die Erholungsangebote im Quartier deutlich erweitern und die Vernetzung mit der Limmattalbahn verstärken.
Weiteres Vorgehen, wie öffentliche Mitwirkungsverfahren, konkrete Verkehrs- oder Parkplatzlösungen und zeitliche Planabläufe, sind aus dem vorliegenden Wettbewerbsbeitrag nicht ersichtlich und würden in den nächsten Planungsstufen zu prüfen sein.