Die Provinz Phu Tho in Vietnam setzt beim Programm „Eine Gemeinde, ein Produkt“ (OCOP) konsequent auf die Verknüpfung von Wirtschaftsförderung und Umweltvorsorge. Seit dem Programmstart 2018 wurden Genossenschaften mobilisiert, Schlüsselprodukte auszubauen, Wertschöpfungsketten zu stärken und stabile Märkte zu erschliessen. Parallel dazu hat die Provinz ein Paket von Massnahmen umgesetzt, das gezielt die Belastung von Wasser, Boden und Luft reduzieren soll.
Konkrete Schritte in Betrieben
Am Beispiel der Hung Lo Reisnudel-Kooperative im Bezirk Van Phu wird deutlich, wie Produktionsoptimierung und Umweltschutz zusammenlaufen. Die Kooperative bietet mittlerweile fast zehn verschiedene Produkte an, darunter Reis- und Pho-Nudeln, Gemüsenudeln und Glasnudeln. Die „Sauberen Reisnudeln aus dem Dorf Hung Lo“ sind im OCOP-System mit fünf Sternen klassifiziert. Zur Einhaltung höherer Standards hat die Kooperative in eine moderne Produktionslinie investiert und traditionelle, manuelle Verfahren schrittweise ersetzt. Wesentlich für die Umweltbilanz ist die Installation eines umfassenden Abwasseraufbereitungssystems, das die Umweltbelastung während der Produktion minimieren soll.
„Die Kooperative nimmt seit ihren Anfängen am OCOP-Programm teil und bietet mittlerweile fast zehn verschiedene Produkte an... Zudem wurde ein umfassendes Abwasseraufbereitungssystem installiert, um die Umweltbelastung während der Produktion zu minimieren.“
Auch die Produktverpackung wurde überarbeitet: Sie ist nun umweltfreundlich und leicht recycelbar gestaltet, um die Abfallmenge zu reduzieren. Daneben legt die Kooperative Wert auf die Beschaffung hochwertiger Reisrohstoffe aus konzentrierten Anbaugebieten und kontrolliert den gesamten Produktionsprozess streng, um gesundheitlich unbedenkliche Produkte sicherzustellen.
Folgen und Einordung
Die Kombination aus Qualitätssteigerung, Umweltschutzmassnahmen und Marktentwicklung kann mehrere Effekte erzeugen: höhere Einkommen für ländliche Haushalte, bessere Marktchancen für traditionelle Produkte und eine geringere lokale Umweltbelastung. Zugleich bleibt offen, wie skalierbar solche Massnahmen sind und welche Unterstützung kleinere Produzenten bei der Finanzierung moderner Anlagen benötigen.
Wichtig ist, dass OCOP nicht nur auf Produktdiversifikation setzt, sondern Umweltschutz direkt in die Produktionskette integriert. Dieses Vorgehen kann als Modell dienen, wie regionale Entwicklungsprogramme Nachhaltigkeitskriterien operationalisieren und damit sowohl ökonomische als auch ökologische Ziele adressieren.
| Aspekt | Angabe aus der Quelle |
|---|---|
| Programmbeginn | 2018 |
| Anzahl Produkte (Hung Lo) | fast 10 |
| OCOP-Bewertung | 5-Sterne (Saubere Reisnudeln) |
- Verknüpfung von Qualitätsförderung und Umweltschutz in ländlichen Wertschöpfungsketten.
- Konkret: moderne Produktionslinien, Abwasseraufbereitung, umweltfreundliche Verpackung.
- Potenzial: höhere Einkommen, Marktzugang und reduzierte lokale Umweltbelastung; Herausforderung: Skalierung und Finanzierung.