Zwei Teilnehmer aus dem Kanton St. Gallen machen sich zu einer ungewöhnlichen Expedition auf: Mathias und Alexander Heeb aus Rüthi nehmen mit einem Fahrzeug, das lediglich 1000 Franken kostete, an einer Rallye durch den Balkan teil. Die Fahrt ist als Mischung aus Abenteuerreise und humanitärer Aktion konzipiert und soll über rund 5000 Kilometer führen.
Spenden und Sachgüter als zentrales Anliegen
Die Rallye ist nicht nur Freizeitprojekt: Ein Teil der finanziellen Unterstützung geht an die Organisation «Kind sein dürfen», die eine Kindertagesstätte in Fushë-Arrëz in Nordalbanien unterstützt. Zusätzlich transportieren die beiden Fahrer Spielzeug, Plüschtiere, Kinderbücher und Kleidung, die vor Ort verteilt werden sollen. Damit wollen sie auf konkrete Bedürftigkeiten in der Region reagieren und direkt Hilfe leisten.
«Wir in der Schweiz wissen oft nicht zu schätzen, wie gut wir es haben und dass nicht alle so privilegiert leben können.»
Die Initianten betonen, dass gerade in Teilen des Balkans Armut nach wie vor ein grosses Problem darstelle. Die positive Resonanz auf vorangehende Verteilungen — Kinder, die sich um die Autos scharten und ihre Freude zeigten — bestärke sie in ihrer Entscheidung, das Projekt angehen.
Organisation, Zeitrahmen und Logistik
Die Rallye ist als zweiwöchige Unternehmung geplant: Die beiden Rüthner werden über 14 Tage hinweg mehr als ein Dutzend Staaten passieren und dabei verschiedene Etappen absolvieren. Die Teilnahme wurde unter anderem durch Beiträge von Sponsoren und zahlreiche private Spender ermöglicht. Auf dem Gepäck stehen neben persönlicher Ausrüstung auch Proviant und Getränke.
- Dauer: 14 Tage
- Distanz: über 5000 Kilometer
- Fahrzeug: Passat, Kaufpreis rund 1000 Franken
- Unterstützung: Spenden, Sachgüter, Sponsorenbeiträge
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Zweck | Abenteuer & Hilfsaktion |
| Empfänger | Kindertagesstätte Fushë-Arrëz / «Kind sein dürfen» |
| Mitgeführte Güter | Spielzeug, Plüschtiere, Kinderbücher, Kleidung |
Für die Bevölkerung im Kanton St. Gallen zeigt dieses Vorhaben, wie privates Engagement lokale Verbundenheit und internationale Solidarität verbinden kann. Die Aktion illustriert zudem, dass auch kleine, kostengünstige Fahrzeuge für wohltätige Zwecke eingesetzt werden können und dass eine koordinierte Sammlung von Sachspenden Wirkung entfaltet.
Ob die beiden Fahrer nach der Premiere weitere Rallyes planen, ist offen; die Teilnahme an weiteren Veranstaltungen bleibt jedoch eine Option. Die Berichte und Bilder aus der Region zeigen bereits erste Begegnungen mit den Beschenkten und dokumentieren die unmittelbare Wirkung der mitgebrachten Güter.