Die Schweizer Davis-Cup-Mannschaft hat ihre Ambitionen auf die Finalrunde 2027 durch eine 1:3-Niederlage in Rio de Janeiro gedämpft. Nach den zwei verlorenen Einzeln vom Freitag konnten Jakub Paul und Dominic Stricker das Ruder im Doppel nicht herumreissen: Das Duo unterlag dem eingespielten brasilianischen Paar Orlando Luz und Rafael Matos mit 6:7 (1:7), 2:6. Damit stand nach der dritten Partie das Endresultat fest – Brasilien führte uneinholbar 3:0.
Erste Hoffnungen im Doppel verpufft
Im ersten Satz des Doppels zeigten Paul/Stricker noch Widerstand: Sie wehrten im 12. Game vier Satzbälle ab und erzwangen ein Tiebreak. Doch die Schwächephase setzte genau dort ein; die Schweizer kassierten früh zwei Minibreaks und verloren das Kurzentscheidung deutlich mit 1:7. Im zweiten Satz entschied ein frühes Break zugunsten Brasiliens und ein Doppelfehler Strickers bei 2:5 faktisch die Partie. Ein späteres Aufbäumen mit zwei Breakchancen im achten Game blieb erfolglos.
Schlussakt ohne Bedeutung – wenigstens ein Sieg
Zum Abschluss der Begegnung gewann Rémy Bertola das nun bedeutungslose Einzel gegen Matheus Pucinelli De Almeida im Champions-Tiebreak, während das übrige letzte Einzel nicht mehr ausgetragen wurde. Die Last der beiden zuvor verlorenen Partien von Dominic Stricker und Stan Wawrinka erwies sich als zu gross; selbst ein Sieg im Doppel hätte die Aussichten auf eine Kehrtwende stark geschmälert.
Das Team um Captain Severin Lüthi musste sich damit der Realität stellen: Die klare Niederlage in Rio de Janeiro ist eine Enttäuschung, denn die Equipe hätte den Favoriten aus Brasilien stärker fordern wollen. Sportlich bedeutet das Resultat, dass die Schweiz in der Weltgruppe I verbleibt und beim nächsten Aufstiegsversuch im Jahr 2027 erneut zwei Begegnungen gewinnen muss.
Konsequenzen und Blick nach vorne
Die unmittelbare Folge ist die Teilnahme an den Playoffs im Februar 2027, wo die Schweiz eine neue Chance zum Aufstieg erhält. Die Partie in Brasilien hinterlässt jedoch Fragen zur Stabilität in den Einzeln und zur Doppel-Kombination; die Schweiz muss ihre Formation und Strategie für die kommenden Aufgaben überdenken, wenn das Ziel Finalrunde wieder realistisch werden soll.
- Endresultat: Brasilien – Schweiz 3:1
- Doppel: Paul/Stricker – Luz/Matos 6:7 (1:7), 2:6
- Abschluss: Rémy Bertola siegt im Champions-Tiebreak gegen Pucinelli De Almeida
| Partie | Ergebnis |
|---|---|
| Doppel | Paul/Stricker – Luz/Matos 6:7 (1:7), 2:6 |
| Abschlusseinzeln | Bertola – Pucinelli De Almeida (Champions-Tiebreak-Sieg) |