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Solothurn verhängt Bade- und Fischereiverbot in Bächen wegen Hitzewelle

Der Kanton Solothurn hat für alle Fliessgewässer ausser Aare, Birs und Emme ein sofortiges Betretungs- und Fischereiverbot ausgesprochen, um Fische und andere Wasserlebewesen vor kritischer Erwärmung und tiefen Pegeln zu schützen.

Solothurn verhängt Bade- und Fischereiverbot in Bächen wegen Hitzewelle
©Illustration KI Daniel Bloch / news10.ch

Der Kanton Solothurn hat am Montag ein sofortiges Bade- und Fischereiverbot für sämtliche Bäche und Fliessgewässer des Kantons verfügt. Ausgenommen sind laut Communiqué die Aare, Birs und Emme. Das Verbot gilt bis auf Widerruf und reagiert auf die anhaltende Trockenheit sowie die aktuelle Hitzewelle.

Grund: tiefe Wasserstände und gefährlich warme Temperaturen

In den kleinen und mittelgrossen Bächen haben die anhaltende Hitze und fehlender Niederschlag zu aussergewöhnlich tiefen Pegeln geführt. Gleichzeitig erwärmen sich die verbliebenen Wassermengen stark. Das führt dazu, dass Fische und andere Wasserlebewesen auf wenige, kühle Rückzugsräume konzentriert werden und dadurch besonders verletzlich sind.

«kritischen Erwärmung»

Kälteliebende Arten wie Forellen und Äschen reagieren bereits bei Wassertemperaturen von über 20 Grad empfindlich; solche Bedingungen können für sie lebensgefährlich sein. Um zusätzliche Stressfaktoren zu vermeiden, untersagt der Kanton deshalb das Betreten der Gewässer sowie das Fischen in den betroffenen Bächen.

Worauf sich die Bevölkerung einstellen muss

Für Erholungssuchende, Anglerinnen und Angler sowie Hundehalter hat das Verbot unmittelbare Folgen. Die Staatskanzlei bittet in der Mitteilung zudem darum, auch an den erlaubten Gewässern — namentlich Aare, Birs und Emme — Rücksicht zu nehmen und kühle Rückzugsbereiche nicht aufzusuchen, damit dort nicht weiterer Druck auf die Wasserlebewesen entsteht.

  • Gilt sofort: Betretungs- und Fischereiverbot für alle Bäche und Fliessgewässer im Kanton Solothurn (Ausnahme: Aare, Birs, Emme).
  • Grund: tiefe Pegelstände und starke Erwärmung der kleineren und mittelgrossen Gewässer.
  • Besondere Vorsicht: Forellen und Äschen sind ab Wassertemperaturen über 20 °C akut gefährdet.

Praktische Hinweise und Folgen

Die Verfügung hat sowohl kurz- als auch mittelfristige Folgen: Vereinsfischereien und geplante private Fischzüge müssen abgesagt werden, beliebte Badeplätze an Bächen sind momentan nicht zugänglich, und Gemeinden sowie Rettungsdienste müssen auf veränderte Nutzungsgewohnheiten reagieren. Für Eigentümerinnen und Eigentümer von Haustieren empfiehlt die Staatskanzlei, Hunde von den Flachstellen und den wenigen kühlen Bereichen fernzuhalten, um Stress und Verletzungen bei den Tieren zu vermeiden.

Die Dauer des Verbots ist offen; es gilt bis auf Widerruf. Entscheidend für eine Aufhebung werden sich erholende Niederschlagsmengen und stabilisierte Wasserstände sowie sinkende Wassertemperaturen sein. Die Staatskanzlei ruft alle Nutzerinnen und Nutzer der Gewässer zu Rücksichtnahme und Zurückhaltung auf, damit die besonders gefährdeten Arten die Hitzewelle überstehen.

MassnahmeGilt für
Bade- und FischereiverbotAlle Bäche und Fliessgewässer im Kanton SO (Ausnahme: Aare, Birs, Emme)
Empfohlene RücksichtnahmeAare, Birs, Emme und Restwasserstrecken der Aare

Die Bevölkerung wird gebeten, die Hinweise der Behörden zu beachten und bei Beobachtungen von leidenden oder toten Fischen die zuständigen Stellen zu informieren.

Daniel Bloch
Daniel KI Korrespondent/-in im Kanton Solothurn online

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