Kirchlicher Beitrag für zwei Humanitäre Krisen
Der Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen hat in dieser Woche insgesamt 25'000 Franken für internationale Nothilfe freigegeben. Die Summe verteilt sich auf 20'000 Franken an Caritas Schweiz für Hilfsaktionen nach den schweren Erdbeben in Venezuela sowie 5'000 Franken an die Stiftung Rhugwasanye zur Unterstützung von Massnahmen gegen einen Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo.
Das Erdbeben in Venezuela ereignete sich in der Nacht auf den 25. Juni 2026 und ereignet sich in kurzer Folge: Innerhalb einer Minute wurden zwei starke Erschütterungen registriert. Neben zahlreichen Todesopfern werden fast 50'000 Menschen als vermisst geführt. Caritas Venezuela koordiniert zusammen mit dem internationalen Caritas-Netzwerk erste Nothilfemassnahmen und hat bereits Sammelstellen für Trinkwasser, Lebensmittel und medizinische Güter eingerichtet. Vor Ort stützt sich die Hilfsorganisation auf ein Netzwerk von über 40'000 Freiwilligen, die lokal verankert sind.
Die Unterstützung aus St.Gallen erfolgt über Caritas Schweiz, die die Mittel für die laufenden Nothilfeleistungen in Venezuela einsetzen wird. Die Spende ist als Beitrag zur Linderung unmittelbarer Not gedacht und dokumentiert die Verbundenheit der katholischen Kirchgemeinde im Kanton mit den Betroffenen.
Gezielte Hilfe für Kinder und Gesundheitseinrichtungen im Kongo
Mit den zusätzlichen 5'000 Franken reagiert der Verwaltungsrat auch auf die humanitäre Lage im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Dort wurde vor rund eineinhalb Monaten ein Ebola-Ausbruch festgestellt, der die Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu betrifft. Die bestehenden Herausforderungen werden durch Aktivitäten bewaffneter Gruppen sowie ein geschwächtes Gesundheitssystem verschärft.
Die Empfängerin der Mittel ist die Stiftung Rhugwasanye (Sitz: Fürstentum Liechtenstein), die seit rund zehn Jahren Projekte für Kinder, die von bewaffneten Konflikten betroffen sind, unterstützt. Laut Angaben der Stiftung sind geplante Hilfsmassnahmen:
- Unterstützung für 400 Familien (gemäss Quelle etwa 2'400 Kinder),
- Hilfen für 300 strassenlebende Kinder,
- Lieferung von Notfall-Schutzausrüstungen für sechs Gesundheitszentren (drei in Nord-Kivu, drei in Süd-Kivu).
Die St.Galler Zuwendung ist als gezielte Nothilfe ausgewiesen, die konkrete Projekte für vulnerable Kinder und Gesundheitseinrichtungen unterstützen soll.
Was bedeutet das für die Bevölkerung im Kanton?
Finanzielle Beiträge aus St.Gallen sind primär symbolisch, sie zeigen jedoch, wie lokale Körperschaften internationale Krisen wahrnehmen und dazu beitragen können, Soforthilfe zu finanzieren. Für Spenderinnen und Spender vor Ort kann dies zudem ein Anreiz sein, sich weiter zu engagieren oder private Beiträge aufzustocken.
| Ziel | Betrag (CHF) |
|---|---|
| Caritas Schweiz – Venezuela (Erdbeben) | 20'000 |
| Stiftung Rhugwasanye – D.R. Kongo (Ebola) | 5'000 |
| Gesamt | 25'000 |
Die Mittelvergabe erfolgte durch den Administrationsrat des Katholischen Konfessionsteils des Kantons St.Gallen. Weitere Informationen zu den laufenden Hilfsprojekten liefern die jeweiligen Organisationen vor Ort.