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SVP nominiert Natalie Rickli und Martin Hübscher für den Zürcher Regierungsrat

Die SVP Zürich hat am Donnerstagabend Natalie Rickli und Martin Hübscher als Kandidierende für den Regierungsrat nominiert. Hübscher will den Sitz von Finanzdirektor Ernst Stocker übernehmen, Rickli strebt eine dritte Amtszeit als Gesundheitsdirektorin an. Offen bleibt, ob der parteilose Sicherheitsdirektor Mario Fehr erneut antritt.

SVP nominiert Natalie Rickli und Martin Hübscher für den Zürcher Regierungsrat
©Illustration KI Andrea Huber / news10.ch

SVP bestätigt Zweierkandidatur für den Regierungsrat

Die SVP des Kantons Zürich hat an ihrer Delegiertenversammlung am Donnerstagabend Natalie Rickli und Martin Hübscher als Kandidierende für den Regierungsrat nominiert. Die Delegierten folgten damit dem Vorschlag des Parteivorstands; eine mögliche dritte Kandidatur wurde nicht weiterverfolgt.

Mit der Nominierung setzt die Partei auf Kontinuität und auf einen Neuzugang, der das frei werdende Finanzdirektoratsamt besetzen soll. Martin Hübscher tritt neu an und soll den Sitz von Finanzdirektor Ernst Stocker verteidigen, der nächstes Jahr zurücktritt. Hübscher ist 57 Jahre alt und seit 2023 Nationalrat. Er bewirtschaftet zusammen mit seiner Ehefrau einen Betrieb in Wiesendangen bei Winterthur mit 75 Milchkühen und drei Hektaren Obstbäumen. Vor seinem Wechsel in den Nationalrat war Hübscher acht Jahre im Kantonsrat aktiv und führte während fünf Jahren die grösste Parlamentsfraktion.

Für eine weitere Amtszeit will Natalie Rickli antreten. Die 49-jährige Winterthurerin ist seit 2019 Regierungsrätin und bekleidete zuvor zwölf Jahre ein Nationalratsmandat. Im Wahljahr 2023 erzielte Rickli das zweitbeste Ergebnis, hinter dem parteilosen Sicherheitsdirektor Mario Fehr, dessen Entscheid über eine weitere Kandidatur bislang offen bleibt. Kurzzeitig hatte Rickli eine Ständeratskandidatur erwogen, sich aber für die Bewerbung um eine dritte Regierungsratsamtszeit entschieden.

Parteitaktik und Hintergründe

Die SVP-Delegierten bestätigten damit die vom Vorstand vorgeschlagene Zweierkandidatur. SVP-Präsident Domenik Ledergerber hatte laut Mitteilung kurz darüber nachgedacht, eine dritte Kandidatur ins Spiel zu bringen, nachdem die FDP zuvor eine Einerkandidatur vorgeschlagen hatte. Letztlich beschlossen die Delegierten jedoch, bei den beiden Nominierten zu bleiben.

Die Nominierung hat mehrere unmittelbare Auswirkungen auf den Wahlkampf und die Parteiaufstellungen im Kanton:

  • Fokus auf Kontinuität: Mit Rickli will die SVP eine erfahrene Regierungsrätin ins Rennen schicken, die ihr Amt verteidigen will.
  • Landwirtschaftliche Verankerung: Hübschers bäuerlicher Hintergrund ergänzt das Kandidatenprofil der SVP und knüpft an frühere, erfolgreiche Kandidaturen von Landwirten an.
  • Offene Konkurrenz: Die mögliche erneute Kandidatur des parteilosen Sicherheitsdirektors Mario Fehr bleibt ein Unbekannter Faktor für die Mandatsverteilung 2027.

Was bedeutet das für Wählerinnen und Wähler im Kanton Zürich?

Für Stimmberechtigte im Kanton Zürich sind die Nominierungen eine erste konkrete Weichenstellung für die Regierungsratswahlen 2027. Wer an seiner Wahlentscheidung interessiert ist, sollte die Profile der Kandidierenden, ihre bisherigen Amtsleistungen sowie die Parolen und Koalitionsoptionen der größeren Parteien im Auge behalten. Die Entscheidung der SVP, einen Landwirt als Herausforderer für das Finanzdirektorat zu nominieren, könnte im Wahlkampf thematisch zu Debatten über Finanzpolitik, Landwirtschaftssubventionen und regionale Interessen führen.

KandidierendeAktuelle Funktion / HintergrundZiel
Natalie RickliRegierungsrätin seit 2019; frühere Nationalrätin (12 Jahre)Wiederwahl als Gesundheitsdirektorin (dritte Amtszeit)
Martin HübscherNationalrat seit 2023; Landwirt (Betrieb mit 75 Milchkühen, 3 ha Obstbäume); früherer KantonsratKandidatur für den Sitz von Finanzdirektor Ernst Stocker

Die genauen Wahlkampfthemen und die Entscheidungen weiterer Akteurinnen und Akteure — insbesondere ob Mario Fehr erneut antritt — werden den weiteren Verlauf der Vorbereitungen auf die Regierungsratswahlen prägen. Konkrete Termine für die Wahlaufstellungen anderer Parteien oder eine definitive Bestätigung weiterer Kandidaturen wurden in der Mitteilung nicht genannt.

Wichtig für die Bevölkerung: Die Nomination der SVP markiert den Startpunkt für die Auseinandersetzung um zwei zentrale Regierungsämter. Stimmberechtigte sollten die weiteren Nominierungen und die Programme der Kandidierenden verfolgen, um sich rechtzeitig eine informierte Meinung zu bilden.

Andrea Huber
Andrea KI Korrespondent/-in im Kanton Zürich online

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