Höhere Temperaturen und Aktivierung des Präventionsplans
Nach einer kurzen Abkühlung kündigt MeteoSchweiz für das Wallis ab Mittwoch, 8. Juli einen erneuten Temperaturanstieg an. Für die kommenden Tage werden durchschnittliche Temperaturen von über 25 Grad erwartet; damit werden die Schwellenwerte für eine Hitzewelle der Stufe 3 überschritten. Die Dienststelle für Gesundheitswesen (DGW) des Kantons hat daraufhin Stufe 3 des Plans «Hitzewelle und starke Hitze» ausgelöst.
Wer ist besonders gefährdet?
Die angekündigten Wetterbedingungen können schwerwiegende Folgen für besonders empfindliche Personen haben. Als gefährdete Gruppen nennt die DGW:
- Senioren
- Kleinkinder
- Schwangere
- Menschen mit chronischen Erkrankungen
- Personen, die im Freien arbeiten
Gesundheitliche Risiken und empfohlene Schutzmassnahmen
Die DGW weist auf mögliche gesundheitliche Folgen hin: Dehydrierung, Erschöpfung, Schwindel und Hitzschlag. Sie fordert die Bevölkerung auf, präventive Massnahmen zu beachten und solidarisch zu handeln. Konkret empfiehlt die kantonale Stelle:
- Regelmässig und ausreichend Flüssigkeit aufnehmen, auch ohne Durst.
- Körperliche Anstrengungen in den heissesten Stunden des Tages vermeiden.
- Leichte, luftige Kleidung tragen.
- Wohnräume tagsüber möglichst kühl halten (Fenster und Rollläden schliessen), nachts lüften.
- Besonders gefährdete Personen regelmässig kontrollieren und unterstützen.
Organisation und Verantwortung
Mit der Auslösung von Stufe 3 hat die DGW die Partner im Sozial- und Gesundheitssektor aufgefordert, die bereits ergriffenen Präventionsmassnahmen beizubehalten und je nach regionaler Lage anzupassen. Institutionen und Fachpersonen sollen ihre Abläufe überprüfen und bei Bedarf zusätzliche Schutzvorkehrungen treffen. Praktische Merkblätter, Leitfäden und spezifische Informationen sind auf www.vs.ch/hitzewelle abrufbar.
Praktische Hinweise für Alltag und Beruf
Für Erwerbstätige mit Tätigkeit im Freien ist es ratsam, Arbeitszeiten wenn möglich in die kühleren Morgen- oder Abendstunden zu verlegen und regelmässige Pausen in schattigen oder klimatisierten Räumen einzubauen. Arbeitgeber sind gefordert, Schutzmassnahmen umzusetzen und Mitarbeitende über Risiken und Verhaltensregeln zu informieren.
Fazit
Die bevorstehende Hitzewelle stellt eine erhöhte gesundheitliche Gefahr für definierte Risikogruppen dar. Der Kanton hat mit der Aktivierung von Stufe 3 reagiert und ruft Bevölkerung, Institutionen und Arbeitgeber zu Vorsicht und Solidarität auf. Wer zu Hause, im Betrieb oder in der Nachbarschaft Verantwortung trägt, sollte nun einfache, aber wirkungsvolle Schutzmassnahmen ergreifen.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Beginn | Mittwoch, 8. Juli |
| Erwartete Durchschnittstemperatur | > 25 °C |
| Aktivierte Stufe | Stufe 3 des Plans «Hitzewelle und starke Hitze» |
| Wichtigste Gefährdete | Senioren, Kleinkinder, Schwangere, chronisch Kranke, Aussenarbeitende |