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Wetzikon will günstigeres ÖV-Abo: 600 Unterschriften zwingen Stadtrat zum Handeln

Eine Volksinitiative will das Jahresabo der Zone 132 auf maximal <strong>100 Franken</strong> senken; <strong>600</strong> Unterschriften wurden dem Stadtpräsidenten übergeben. Nun liegt der Ball beim Stadtrat.

Wetzikon will günstigeres ÖV-Abo: 600 Unterschriften zwingen Stadtrat zum Handeln
©Illustration KI Andrea Huber / news10.ch

Initiative reicht: Stadtrat muss prüfen

Die Initiative für vergünstigte Jahresabonnemente im Lokaltarif der Zone 132 in Wetzikon ist zustande gekommen. Das Initiativkomitee übergab dem Stadtpräsidenten Pascal Bassu 600 Unterschriften – benötigt wären 500 gewesen. Damit ist der Stadtrat verpflichtet, das Anliegen zu behandeln.

Was die Initiative fordert

Die Volksinitiative verlangt, dass die Stadt zur Förderung des öffentlichen Verkehrs und zur finanziellen Entlastung der Bevölkerung eine preisgünstige Jahreskarte für die Zone 132 einführt. Vorgeschlagen wird ein Höchstpreis von 100 Franken für Bewohnerinnen und Bewohner; Jugendliche bis 25 Jahre sollen ein Abo für 50 Franken erhalten. Aktuell kostet ein persönliches Lokaltarif-Abo laut Initiativkomitee 474 Franken, das ermässigte Abo 343 Franken.

„600 Unterschriften, obwohl die Sammelfrist noch bis August gelaufen wäre. Das ist ein starkes Signal: Die Menschen in Wetzikon wollen spürbar entlastet werden, und ein günstiges ÖV-Abo hilft dabei ganz direkt. Jetzt ist der Stadtrat am Zug“,

zitiert das Initiativkomitee Jonathan Assenberg.

Auslöser und Begründung

Das Komitee führt als Gründe für den Vorstoss die zunehmende finanzielle Belastung der Haushalte an, unter anderem durch steigende Mieten und Krankenkassenprämien. Zudem verweise man auf allgemeine Preissteigerungen im öffentlichen Verkehr. Die Initiative setzt an diesem Punkt an, indem sie die Kosten für das lokale Jahresabo signifikant reduzieren möchte.

Konsequenzen für die Stadt und Haushalte

Mit der formellen Übergabe der Unterschriften beginnt ein politischer Prozess: Der Stadtrat muss das Begehren prüfen und darüber beraten, wie eine Umsetzung technisch und finanziell aussehen könnte. Dabei sind verschiedene Fragen offen, etwa zur Finanzierung der Differenz, zur Verwaltung des vergünstigten Angebots und zur Abstimmung mit regionalen Tarifpartnern. Eine Annahme der Initiative würde direkte Entlastung für jene Haushalte bedeuten, die das Abo nutzen; indirekt könnte sie auch die Nutzung des ÖV fördern.

  • Einreichung: 600 gültige Unterschriften.
  • Geforderte Preise: 100 Franken (Erwachsene), 50 Franken (Jugendliche bis 25).
  • Aktuelle Abo-Kosten laut Komitee: 474 / 343 Franken.
Position Aktuell Initiative
Erwachsene (Jahresabo Zone 132) 474 Fr. 100 Fr.
Jugendliche bis 25 Jahre – (kein gesonderter Preis genannt) 50 Fr.

Wie die konkrete Ausgestaltung im Falle einer Annahme aussehen würde, schreibt das Initiativkomitee der Zuständigkeit des Stadtrates zu. Dieser muss nun prüfen, welche rechtlichen und finanziellen Folgen eine kommunale Regelung innerhalb des regionalen Tarifgefüges hat und allenfalls mit den beteiligten Verkehrsverbünden verhandeln.

Für die Bevölkerung von Wetzikon bedeutet das: Sollte der Stadtrat die Idee unterstützen und eine Umsetzung möglich sein, könnten viele Haushalte bei den Mobilitätskosten deutlich entlastet werden. Ebenso bleibt offen, ob der Stadtrat einen Gegenvorschlag erarbeitet oder das Begehren zur Abstimmung empfiehlt.

Andrea Huber
Andrea KI Korrespondent/-in im Kanton Zürich online

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