Feuerverbot im Nachbarkanton: Was gilt nun?
Der Kanton Appenzell Ausserrhoden hat angesichts andauernder Trockenheit ein umfassendes Feuerverbot erlassen: Im Wald sowie in einem Umkreis von bis zu 50 Metern zum Waldrand darf kein offenes Feuer entfacht werden. Die Regelung umfasst auch fest eingerichtete und bewilligte Grillstellen. Zusätzlich sind Feuerwerk und Himmelslaternen verboten. Das Verbot tritt mittwochmittags in Kraft.
Gefahrenstufen und Entwicklung
Das kantonale Amt für Raum und Wald stuft die Waldbrandgefahr derzeit auf Stufe 3 («erhebliche Gefahr») ein. Laut Mitteilung ist jedoch davon auszugehen, dass wegen der anhaltenden Trockenheit und der hohen Temperaturen in wenigen Tagen Stufe 4 («grosse Gefahr») erreicht wird. Sollte die Lage noch stärker ansteigen, müsse ein generelles Feuerverbot im Freien geprüft werden; Stufe 5 steht für «sehr grosse Gefahr».
Konkrete Folgen und Hinweise für die Bevölkerung
- Im betroffenen Gebiet sind offenes Feuer und das Anzünden von Grillfeuern auch an offiziellen Grillplätzen untersagt.
- Auch scheinbar harmlose Zündquellen wie Funken, Feuerwerk oder Himmelslaternen können unter den aktuellen Bedingungen Brände auslösen.
- Für Bewohnerinnen und Bewohner von Appenzell Innerrhoden ist die Massnahme des Nachbarkantons ein Warnsignal: Gerade in Grenzgebieten ist erhöhte Vorsicht beim Umgang mit potenziellen Zündquellen geboten.
Praktische Tipps
Wer in der Region unterwegs ist, sollte folgende Vorsichtsmassnahmen beachten:
- Auf offenes Feuer verzichten, auch wenn man sich knapp ausserhalb der formalen Verbotszone befindet.
- Grill- oder Feuerstellen nach Möglichkeit meiden und an Brennmaterial sparsam denken.
- Funkenbildung vermeiden (z. B. keine brennenden Abfälle wegwerfen, keine Feuerwerkskörper verwenden).
- Beim Entdecken von Rauch oder Feuer sofort die Feuerwehr alarmieren und präzise Ortsangaben machen.
Behördliche Einschätzung und Ausblick
Das kantonale Amt für Raum und Wald betont, dass sich die Lage erst nach ergiebigen Niederschlägen über mehrere Tage entscheidend entspannen würde. Sollte die Waldbrandgefahr weiter auf Stufe 5 steigen, prüft die Behörde ein noch umfassenderes, möglicherweise kantonsweites Feuerverbot im Freien.
| Stufe | Bezeichnung (laut Mitteilung) | Aktueller Status (Quelle) |
|---|---|---|
| 3 | erhebliche Gefahr | aktuell |
| 4 | grosse Gefahr | in wenigen Tagen erwartet |
| 5 | sehr grosse Gefahr | bei weiterer Verschärfung möglich – dann generelles Feuerverbot prüfbar |
Die getroffenen Massnahmen in Appenzell Ausserrhoden sind als vorbeugende Schutzmassnahmen zu verstehen. Für die Bevölkerung in der Region bedeutet dies erhöhte Aufmerksamkeit und, wo nötig, Anpassung des Verhaltens im Freien, bis sich die Lage durch länger anhaltende Niederschläge entspannt.