Historische Wahl und Regierungswechsel in Thun
Die Thuner Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben bei den Ersatzwahlen vom 5. Juli die Richtung der Stadtregierung für die verbleibende Legislatur deutlich geprägt. Eveline Salzmann (SVP) wurde mit 6’304 Stimmen zur ersten Stadtpräsidentin der Stadt Thun gewählt. Ihre Gegenkandidatin Andrea de Meuron (Grüne) erhielt 5’490 Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 38,7%, es gab 75 leere und 58 ungültige Stimmzettel.
Parallel gewann Claudius Domeyer (SP) die Ergänzungswahl in den Gemeinderat mit 6’081 Stimmen gegen Valentin Borter (SVP), der 5’147 Stimmen erreichte. Bei dieser Wahl betrug die Stimmbeteiligung 37,5%, es lagen 263 leere sowie 72 ungültige Stimmzettel vor. Beide Mandate gelten per sofort bis Ende 2026; die erste Sitzung des neuen Gremiums fand am Montag, dem 6. Juli 2026, statt.
Was die Ergebnisse für die Stadtverwaltung bedeuten
Mit dem Einzug von Eveline Salzmann als Stadtpräsidentin übernimmt erstmals eine Frau das höchste politische Amt in der Stadt Thun. Die Wahl markiert einen personellen Wechsel an der Spitze der Verwaltung und kann in den verbleibenden Monaten der Legislatur Einfluss auf die Prioritätensetzung und die administrative Zusammenarbeit haben. Die Ernennung erfolgt in einer Übergangsphase bis zur Gesamterneuerung der Behörden.
Der Einzug von Claudius Domeyer in den Gemeinderat stärkt das links-grüne Lager in der verbleibenden Amtszeit. Allerdings gelten beide Mandate nur bis Ende 2026, da die Sitze bei den Gesamterneuerungswahlen am 29. November 2026 erneut zur Disposition stehen. Damit bleibt offen, welche politische Konstellation Thun langfristig prägen wird.
Wahlzahlen auf einen Blick
| Amt | Gewinner/in | Stimmen Gewinner/in | Rivale | Stimmen Rivale | Stimmbeteiligung |
|---|---|---|---|---|---|
| Stadtpräsidium | Eveline Salzmann (SVP) | 6’304 | Andrea de Meuron (Grüne) | 5’490 | 38,7% |
| Gemeinderat | Claudius Domeyer (SP) | 6’081 | Valentin Borter (SVP) | 5’147 | 37,5% |
Ausblick und Termine
- Die gewählten Personen übernehmen ihre Ämter per sofort bis Ende 2026.
- Die erste gemeinsame Sitzung der neu zusammengesetzten Behörden fand am 6. Juli 2026 statt.
- Die Gesamterneuerungswahlen für die Legislaturperiode 2027–2030 sind angesetzt auf den 29. November 2026.
Die Ergebnisse zeigen, dass in Thun sowohl ein symbolischer Einschnitt – die Wahl der ersten Stadtpräsidentin – als auch kurzfristige Verschiebungen in der Gemeinderatsmehrheit stattgefunden haben. Ob diese Konstellation nach den Wahlen im November Bestand hat, wird sich im Herbst entscheiden.