Historische Entscheidung bei Ersatzwahl
Die Thuner Stimmberechtigten haben am 5. Juli in den Ersatzwahlen entschieden: Eveline Salzmann (SVP) wurde im zweiten Wahlgang zur Stadtpräsidentin von Thun gewählt. Sie erhielt 6'304 Stimmen, ihre Gegenkandidatin Andrea de Meuron (Grüne) kam auf 5'490 Stimmen. Damit tritt Salzmann die Nachfolge von Raphael Lanz an und schreibt Stadtgeschichte als erste Frau in diesem Amt.
Wahlbeteiligung und Stimmzettel
Die Stimmbeteiligung bei der Ersatzwahl zum Stadtpräsidium betrug 38,7 Prozent. Von den ausgezählten Stimmzetteln waren 75 leer und 58 ungültig.
| Amt | Gewählter | Stimmen | Gegenkandidat | Gegenstimmen | Stimmbeteiligung |
|---|---|---|---|---|---|
| Stadtpräsidium | Eveline Salzmann (SVP) | 6'304 | Andrea de Meuron (Grüne) | 5'490 | 38,7% |
| Gemeinderat (Ergänzung) | Claudius Domeyer (SP) | 6'081 | Valentin Borter (SVP) | 5'147 | 37,5% |
Ergänzungswahl in den Gemeinderat
Parallel zur Wahl des Stadtpräsidiums entschied die Stimmbevölkerung auch die Ergänzungswahl in den Gemeinderat: Claudius Domeyer (SP) gewann die Wahl mit 6'081 Stimmen. Sein Gegenkandidat Valentin Borter (SVP) erhielt 5'147 Stimmen. Bei dieser Wahl wurden 263 Stimmzettel als leer und 72 als ungültig klassiert; die Stimmbeteiligung lag bei 37,5 Prozent.
Inkrafttreten und Ausblick
Beide Wahlen gelten per sofort und betreffen den Rest der laufenden Legislaturperiode 2022–2026, also bis Ende 2026. Die erste Sitzung des neu zusammengesetzten Stadtgremiums ist für Montag, den 6. Juli 2026, angesetzt. Die Gesamterneuerungswahlen für die Legislaturperiode 2027–2030 sind für den 29. November geplant.
Konkrete Bedeutung für die Stadt
- Mit Eveline Salzmann als Stadtpräsidentin übernimmt erstmals eine Frau das höchste Rathausamt in Thun; dies kann die Wahrnehmung und Repräsentation der Stadt nach innen und aussen verändern.
- Der Einzug von Claudius Domeyer in den Gemeinderat verändert die parteipolitische Zusammensetzung des Gremiums und kann Einfluss auf Abstimmungsmehrheiten und politische Initiativen in der verbleibenden Legislaturperiode haben.
- Die relativ niedrigen Beteiligungswerte (unter 40 Prozent) zeigen, dass ein Grossteil der Stimmberechtigten nicht an den Ersatzwahlen teilgenommen hat — ein Faktor, der Legitimation und politische Debatten beeinflussen kann.
Die Zahlen stammen aus den offiziellen Resultaten der Stadt Thun. Weitere Details zu den Wahlprozessen und den kommenden Sitzungen des Stadtgremiums werden in den kommenden Tagen von der Stadtverwaltung kommuniziert.