Neue Zählstellen sollen Mobilität in Frauenfeld genauer abbilden
Die Stadt Frauenfeld erweitert ihre Verkehrserfassung: Geplant sind fünf fest installierte, dauerhafte Zählstellen, die nicht nur motorisierte Fahrzeuge, sondern erstmals auch den Fuss‑ und Veloverkehr inklusive E‑Trottinetts erfassen sollen. Die erste dieser Anlagen ist laut Mitteilung bereits am wichtigen Fuss‑ und Veloverkehrsknoten Badsteg in Betrieb.
Bis anhin bezog sich die städtische Verkehrserhebung vornehmlich auf motorisierten Verkehr auf den Kantonsstrassen. Die neuen Sensoren der Firma Eco‑Counter arbeiten mit künstlicher Intelligenz und werden in rund fünf Metern Höhe montiert. Die Technik unterscheidet laut Mitteilung verschiedene Verkehrsteilnehmende und kann zudem Wegbeziehungen erfassen — etwa in Richtung Badsteg, Badstrasse oder Schlossmühlestrasse.
Warum die Daten wichtig sind
Die Stadt will über mehrere Jahre hinweg Daten sammeln, um nicht nur aktuelle Verkehrsströme abzubilden, sondern auch Rückschlüsse auf Einflüsse wie Temperatur und Wetter sowie auf die Wirkung künftiger Massnahmen für Fuss‑ und Veloverkehr zu ziehen. Damit sollen Planungen zielgenauer und die vorhandene Infrastruktur platzsparender und effizienter genutzt werden.
- Langfristige Datengrundlage: Mehrjahresmessungen erlauben Trendanalysen und saisonale Vergleiche.
- Planungszweck: Nachweisbare Basis für Priorisierung und Gestaltung von Massnahmen zugunsten der aktiven Mobilität.
- Sicherheit und Privatsphäre: Bilder würden laut Stadt vor Ort verarbeitet, nicht übertragen oder gespeichert.
„Sämtliche Daten sind anonym und sicher, sie dienen der künftigen Planung und der Erhebung der Verkehrsstatistik.“
Technik und Datenschutz
Die Stadt betont, die Bilddaten würden von der KI vor Ort in Echtzeit verarbeitet und weder übertragen noch gespeichert. Damit sollen personenbezogene Daten geschützt bleiben; die resultierenden Datensätze sollen anonym und für Planungszwecke nutzbar sein. Die gewählte Technik erlaubt zudem eine räumliche Trennung der Verkehrsströme, was für Kreuzungen und Knotenpunkte besonders relevant ist.
Konkrete Auswirkungen für die Bevölkerung
Für Einwohnerinnen und Einwohner bedeutet das Projekt vor allem eine bessere Grundlage für Entscheide: Wo Radwege verbreitert, Veloparkplätze ergänzt oder Fussgängerquerungen verbessert werden müssen, soll künftig auf belastbaren Zahlen und Bewegungsrichtungen aufgebaut werden. Auch temporäre Massnahmen — etwa bei Veranstaltungen oder während Baustellen — lassen sich mit präziseren Messdaten wirkungsvoller planen und auswerten.
Die gewonnenen Erkenntnisse könnten ausserdem dazu beitragen, mehr Verkehr auf umweltfreundliche Fortbewegung zu verlagern und so zur Entlastung von Strassen und Parkraum beizutragen.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Geplante Zählstellen | 5 |
| Erste Inbetriebnahme | Badsteg |
Die Stadt sammelt die Daten über mehrere Jahre. Damit soll nicht nur der Status quo beschrieben werden, sondern auch die Wirksamkeit von zukünftigen Massnahmen für Fuss‑ und Veloverkehr belegt werden können.
Für weitergehende Informationen zu Standorten weiterer Zählstellen oder zur Auswertung der erhobenen Daten hat die Stadt bislang ergänzende Angaben angekündigt.