Erste dauerhafte Zählstelle am Badsteg in Betrieb
Die Stadt Frauenfeld hat am Badsteg die erste dauerhafte Zählstelle für Fussverkehr, Veloverkehr und E‑Trottinetts installiert. Die Messstelle liefert künftig fortlaufende Daten, die für die Verkehrsplanung und die Evaluation von Fördermassnahmen für aktive Mobilität genutzt werden sollen.
Warum die Zählungen wichtig sind
Bis anhin wurden in Frauenfeld auf Dauer nur motorisierte Fahrzeuge auf Kantonsstrassen erhoben. Langfristige Zahlen zum Fuss‑ und Veloverkehr innerhalb der Stadt fehlten. Ohne verlässliche Basisdaten lassen sich Effekte von Massnahmen wie Velovorzugsrouten oder Infrastrukturverbesserungen nur schwer beurteilen. Die Stadt betont, dass solide Daten nötig seien, um die Entwicklung des Gesamtverkehrs und den Anteil der einzelnen Mobilitätsformen langfristig zu beobachten.
Netz von Messstellen geplant
Für repräsentative Aussagen brauche es Messungen an mehreren Orten, schreibt die Stadt. Geplant sind bisher fünf Zählstellen, die auch E‑Trottinetts erfassen können. Die Platzierung richtet sich nach den städtischen Massnahmen zur Förderung der aktiven Mobilität und erfolgt in Abstimmung mit dem Kanton. Die am Badsteg eingesetzte Technik stammt von der Firma Eco‑Counter.
- Ziel: Mehr Verkehr auf umweltfreundliche, aktive Mobilität verlagern.
- Nutzen: Messbare Grundlage zur Bewertung von Veloförderung und Fussverkehrsprojekten.
- Zeithorizont: Langfristige, wetterbereinigte Daten über mehrere Jahre.
Kontext: Fuss‑ und Veloverkehrskonzept 2020
Das Monitoring war bereits im Fuss‑ und Veloverkehrskonzept 2020 der Stadt als Massnahme vorgesehen. Mit der nun installierten ersten Messstelle wird der im Konzept verankerte Anspruch, den Zustand und die Entwicklung der nicht motorisierten Mobilität systematisch zu erfassen, umgesetzt.
Konkrete Folgen für Frauenfeld
Die neuen Daten erlauben es, Verkehrstrends lokal zu erkennen und Entscheide zur Platznutzung und Infrastruktur gezielter zu treffen. Beispielsweise lassen sich Spitzenzeiten am Badsteg, saisonale Schwankungen und Effekte von Wettereinflüssen besser quantifizieren. Das ist relevant für:
- Planung von Velorouten und Fussgängerquerungen;
- Priorisierung von Ausbauprojekten bei beschränktem Platz;
- Evaluierung finanzieller Fördermassnahmen für Veloförderung.
| Position | Stand |
|---|---|
| Installierte Zählstellen | 1 (Badsteg) |
| Geplante Zählstellen | 5 (stadtweit) |
Langfristig sollen die Zahlen nicht nur die lokale Planung verbessern, sondern auch zeigen, in welchem Umfang ein Teil des künftigen Mehrverkehrs auf Fuss‑ und Veloverkehr verlagert werden kann. Damit verfolgt die Stadt das Ziel, die vorhandene, begrenzte Verkehrsfläche platzsparender und effizienter zu nutzen.
Die Daten werden zudem erlauben, die Wirksamkeit einzelner Massnahmen sichtbar zu machen: Wo mehr Menschen aufs Velo umsteigen, können priorisierte Velorouten oder sichere Abstellangebote weiter ausgebaut werden; fehlen Effekte, müssen Konzepte nachgebessert werden.