Praxisnahe Hilfsmittel für kommunale Nachhaltigkeit
Der Kanton Freiburg und der Freiburger Gemeindeverband (FGV) haben das Massnahmenportfolio für nachhaltige Entwicklung erweitert. Ziel der Anpassung ist es, den Gemeinden und lokalen Vereinigungen aktuelle, umsetzungsorientierte Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen, damit Projekte zur nachhaltigen Entwicklung besser geplant, umgesetzt und beurteilt werden können.
Die Plattform, die ursprünglich 2013 lanciert und 2020 bereits grundlegend überarbeitet worden war, bietet nun zusätzliche Massnahmenblätter und zwei neue Steuerungsinstrumente. Die Ergänzungen wurden in Zusammenarbeit zwischen Staat Freiburg und dem FGV erarbeitet. Die Dokumente enthalten Informationen zu Umsetzungs‑ schritten, groben Kostenrahmen, relevanten Kontakten sowie möglichen Finanzierungsquellen.
Neue Inhalte und Schwerpunkte
Zu den neu aufgenommenen Themen gehören unter anderem:
- begrünte Dächer – städtische Hitze reduzieren, Biodiversität fördern;
- zirkuläre Praktiken – ressourcenschonende Ansätze in Bau‑ und Betriebsphasen;
- generationenübergreifende Räume – Förderung sozialer Durchmischung und Integration;
- FriActiv – die Sport‑App als Instrument zur Förderung von Bewegung und Gesundheitsförderung;
- Begrüssungsveranstaltungen für neu zugezogene Einwohnerinnen und Einwohner als lokale Integrationsmassnahme.
Neue Werkzeuge für Steuerung und Bewertung
Neben den Massnahmenblättern stehen zwei strukturierte Dokumente zur Verfügung: Eines dient der Beurteilung von Massnahmen im Hinblick auf ihre nachhaltige Wirkung, das andere unterstützt die Steuerung nachhaltiger Projekte auf Gemeindeebene. Diese Instrumente sollen Gemeinden helfen, die Wirksamkeit ihrer Massnahmen systematisch zu erfassen und Entscheidungen besser zu begründen.
| Instrument | Zweck |
|---|---|
| Beurteilungsdokument | Systematische Einschätzung der Nachhaltigkeitswirkung von Projekten |
| Steuerungsdokument | Unterstützung bei Planung, Zuständigkeiten und Monitoring |
Bedeutung für Gemeinden und Einwohnerinnen
Das erweiterte Portfolio ist als offene Ideenbox konzipiert: Gemeinden können die vorgeschlagenen Massnahmen frei nutzen und dabei ihre kommunale Autonomie bewahren. Für kleinere Gemeinden und lokale Vereine sind vor allem die Angaben zu ungefärten Kosten und zu möglichen Ansprechpartnern nützlich, weil sie die Projektvorbereitung vereinfachen und externe Fördermöglichkeiten sichtbar machen.
Wer ein konkretes Projekt plant, findet damit eine schnelle Orientierung über bewährte Schritte und typische Kostenblöcke. Das reduziert den Aufwand für Erstabklärungen und erhöht die Vorbereitungssicherheit bei Gesuchen um kantonale oder private Unterstützung.
Verfügbarkeit und Zugriff
Die überarbeiteten Massnahmenblätter und die beiden neuen Instrumente sind auf der kantonalen Website abrufbar: www.fr.ch/de/nachhaltige-gemeinden. Gemeinden und lokale Organisationen können die Materialien direkt herunterladen und in ihre Projektplanung einbinden.
Für Gemeinden, die fachliche Hilfe wünschen, bietet sich die Kontaktaufnahme mit dem FGV oder den zuständigen kantonalen Stellen an; die Massnahmenblätter verweisen auf geeignete Ansprechpersonen.