Frühlingsedition des Märlitrams wird weitergeführt
Das neue Frühlings‑Märlitram in Zürich geht in die nächste Runde: Nach der Premiere zwischen dem 20. März und dem 26. April 2026 haben die Betreiber bereits die Fortsetzung für 2027 angekündigt. Die Sonderfahrten standen dieses Jahr unter dem Motto Sechseläuten und trugen den Böögg anstelle des Samichlaus als zentrales Bild.
Insgesamt konnten laut Angaben der Veranstalter rund 7'000 Tickets verkauft werden. Die durchschnittliche Auslastung lag bei 71 Prozent und damit deutlich unter der des traditionellen Advents‑Märlitrams, das regelmässig rund 10'000 Tickets verzeichnet. Dennoch bewerten Coop City St. Annahof und Zürich Tourismus das erste Jahr als Erfolg: Das Angebot habe eine Lücke im Familienprogramm geschlossen und sowohl Gäste wie Einheimische angesprochen.
„Natürlich ist ein neues Angebot im ersten Jahr nicht direkt mit dem traditionsreichen Advents‑Märlitram vergleichbar“, so die Verantwortlichen bei Zürich Tourismus.
Finanzierung, Vertrag und Verbesserungen
Hinter dem Projekt stehen Coop City St. Annahof und Zürich Tourismus, die das Märlitram nach dem Rückzug von Jelmoli übernommen haben. Jelmoli hatte das Tram seit der Erstlancierung 1958 betrieben und sich nach der Schliessung im Februar 2025 aus dem Projekt zurückgezogen. Die beiden neuen Betreiber teilen sich die jährlichen Betriebskosten für die beiden Editionen – Advents‑ und Frühlings‑Märlitram – mit rund 300'000 Franken.
Der Vertrag mit den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) läuft vorerst über fünf Jahre. Für die nächste Ausgabe kündigten die Verantwortlichen vor allem Anpassungen beim Fahrplan an: Die letzten Abendfahrten waren dieses Jahr weniger gefragt als erwartet, weshalb Zeitfenster und Frequenz überarbeitet werden sollen.
Konsequenzen für Publikum und Innenstadt
- Familienangebot: Das Tram ergänzt das Freizeitangebot in der Innenstadt, besonders während der Frühlingsferien und rund um Sechseläuten.
- Tourismus: Zürich Tourismus erwartet, dass die Fortsetzung zur Attraktivität der Stadt beiträgt, insbesondere für Gästeführungen und Besuchsprogramme.
- Öffentlicher Verkehr: Anpassungen im Fahrplan können Auswirkungen auf Abendverkehre haben; VBZ und Veranstalter wollen Nachfrageorientierung prüfen.
Für Anwohnende und Besucherinnen bedeutet die Fortführung, dass auch ausserhalb der Adventszeit ein thematisches Tram als Erlebnis zur Verfügung steht. Betreiber nennen als Ziel, die Nachfrage zu steigern und die zeitliche Abstimmung zu optimieren, damit das Angebot sowohl für Familien als auch für Touristinnen im nächsten Jahr attraktiver wird.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Ticketverkäufe (Premiere Frühlings‑Edition) | 7'000 |
| Durchschnittliche Auslastung | 71 % |
| Typische Advents‑Verkaufszahl | 10'000 Tickets (regelmässig) |
| Jährliche Betriebskosten (beide Editionen) | 300'000 CHF |
| Vertragsdauer mit VBZ | 5 Jahre |
Die Fortsetzung des Frühlings‑Märlitrams zeigt, wie private Handelspartner und städtische Tourismusförderung zusammen neue Formate für die Innenstadt entwickeln. Ob das Angebot langfristig an die Zahlen des Advents anknüpfen kann, dürfte von weiteren Anpassungen beim Fahrplan, gezielterer Bewerbung und der Entwicklung der Nachfrage in den Frühlingsmonaten abhängen.
Konkrete Termine und ein überarbeiteter Fahrplan für die Ausgabe 2027 werden voraussichtlich von den Veranstaltern zu einem späteren Zeitpunkt kommuniziert. Bis dahin bleibt das Frühlings‑Märlitram eine zusätzlich buchbare Attraktion in Zürichs Veranstaltungskalender.