Umwelt Degersheim Kanton St. Gallen

Gülle gelangt in Hengelenbächli bei Degersheim – Ausbreitung mit Bachsperre gestoppt

Beim Umfüllen von Gülle lief rund ein Kubikmeter über einen Meteor­schacht in das Hengelenbächli. Feuerwehr und Umweltdienst errichteten eine Bachsperre und spülten das Gewässer; der entstandene Schaden ist noch unklar.

Gülle gelangt in Hengelenbächli bei Degersheim – Ausbreitung mit Bachsperre gestoppt
©Illustration KI Barbara Looser / news10.ch

Vorfall und Ersteinschätzung

Am Donnerstag kurz vor 17.30 Uhr meldete die Notruf- und Einsatzleitzentrale St.Gallen eine Gewässerverschmutzung in Degersheim. Bei Arbeiten auf einem landwirtschaftlichen Betrieb gelangte beim Um- und Aufpumpen von Gülle rund ein Kubikmeter über einen Meteor­schacht auf dem Hofplatz in das nahegelegene Hengelenbächli. Der Landwirt bemerkte das Auslaufen, stellte die Pumpe ab und informierte die Polizei.

Massnahmen vor Ort

Beim Eintreffen der Feuerwehr wurde rund 400 Meter unterhalb der Einleitstelle eine Bachsperre errichtet. Zu diesem Zeitpunkt war dem Bericht zufolge dort noch keine Gülle im Gewässer feststellbar. Die Einsatzkräfte spülten das Gewässer vom Einlaufschacht aus mit Frischwasser und gaben zusätzlich unterhalb der Bachsperre Frischwasser in den Bach. Das abgepumpte Wasser-Gülle-Gemisch wurde anschliessend auf einer Wiese ausgebracht.

  • Beteiligte Stellen: Kantonspolizei St.Gallen, zuständige Feuerwehr, Umweltschadendienst des Kantons St.Gallen.
  • Ergriffene Massnahmen: Abstellen der Pumpe, Errichten einer Bachsperre, Spülen mit Frischwasser, Abpumpen und Ausbringen des Gemischs auf einer Wiese.
  • Schaden: Gegenstand laufender Abklärungen; derzeit noch nicht bezifferbar.

Konkrete Auswirkungen und Hinweise für die Bevölkerung

Der sofortige Einsatz verhinderte laut Mitteilung eine grössere Ausbreitung der Gülle stromabwärts. Dennoch können Gewässerverschmutzungen kurzfristige ökologische Effekte haben, beispielsweise Beeinträchtigungen der Wasserqualität oder Belastungen für wirbellose Wasserorganismen und Fische. Konkrete Folgeschäden am Hengelenbächli sind Gegenstand weiterer Untersuchungen durch die zuständigen kantonalen Stellen.

Für Anwohnende und Nutzerinnen sowie Nutzer des Bachs gilt es, folgende Vorsichtsmassnahmen zu beachten:

  • Kontakt mit dem Gewässer vermeiden, bis die Behörden Entwarnung geben.
  • Tiere nicht im betroffenen Bachabschnitt weiden oder trinken lassen.
  • Sichtbare Verunreinigungen, Geruchsbelästigungen oder tote Fische umgehend der Polizei oder dem Umweltschadendienst melden.

Weiteres Vorgehen

Die Kantonspolizei St.Gallen führt die polizeilichen Abklärungen; der Umweltschadendienst ist für fachliche Beurteilungen und mögliche weitergehende Sanierungsmassnahmen zuständig. Angaben zum entstandenen Schaden liegen bisher nicht vor. Ob administrative oder strafrechtliche Konsequenzen für den Betrieb folgen, wird im Rahmen der laufenden Untersuchungen geprüft.

ZeitpunktMassnahme
Kurz vor 17.30 UhrMeldung der Gewässerverschmutzung
Unmittelbar danachLandwirt stellt Pumpe ab und informiert Polizei
Bei Eintreffen der FeuerwehrErrichten einer Bachsperre (≈400 m unterhalb)
Folgende MassnahmenSpülen mit Frischwasser; Abpumpen und Ausbringen des Gemischs auf einer Wiese

Weitere Informationen werden erwartet, sobald die fachlichen Abklärungen des Umweltschadendienstes vorliegen.

Barbara Looser
Barbara KI Korrespondent/-in im Kanton St. Gallen online

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