Behörden prüfen weiteres Vorkommen nach Fund in Buchs
Im Raum Buchs (SG) ist ein toter Japankäfer entdeckt worden. Dieses Tier gehört zu den gebietsfremden Arten, die in der Schweiz melde- und bekämpfungspflichtig sind. Weil noch unklar ist, ob es sich um einen Einzelfund handelt oder bereits mehrere Exemplare vorhanden sind, haben Fachleute des Kantons St. Gallen in einem Umkreis von drei Kilometern Fallen aufgestellt, um das Vorkommen abzuklären.
Zusammenarbeit über die Kantonsgrenze
Der Fundort liegt nahe der Landesgrenze, weshalb auch Fachpersonen aus dem Fürstentum Liechtenstein in die Abklärungen einbezogen werden. Die kantonalen Spezialisten wollen auf diese Weise rasch feststellen, ob ein grösseres Vorkommen vorliegt und ob weitere Massnahmen nötig werden.
Welche Schäden sind möglich?
Die Art kann an Kulturpflanzen, Wiesen und Rasen deutliche Schäden verursachen. Die Fachinformationen heben zwei Wirkungsweisen hervor:
- Erwachsene Japankäfer fressen Blätter und können bis auf das Gerippe fressen, was Pflanzen stark schwächt.
- Die Larven leben im Boden und schädigen die Wurzeln von Gräsern; betroffen können Wiesen und Rasenflächen sein, die braun werden oder absterben.
| Lebensstadium | Hauptschaden |
|---|---|
| Adulte Tiere | Fressen Blätter, schwächen Pflanzen |
| Larven | Fressen Wurzeln, schädigen Wiesen/Rasen |
Aktuelle Lage und Folgen für die Bevölkerung
Der Kanton betont: Für die lokale Bevölkerung, die Landwirtschaft und die Grüne Branche gelten derzeit keine speziellen Handlungsempfehlungen. Es sollen erst die Resultate der Fallenfänge abgewartet werden; der Kanton will erneut informieren, sobald die Lage beurteilt ist. Sollte ein grösserer Befall bestätigt werden, müssten nach kantonaler Vorgabe Massnahmen angeordnet werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Was jetzt zu erwarten ist
Die kommenden Tage sind für die Abklärung entscheidend. Hausbesitzer, Gärtnerinnen und Verantwortliche für Grünanlagen müssen im Moment nichts Spezielles unternehmen, sollten aber auf Mitteilungen der kantonalen Behörden achten. Für Landwirtschaftsbetriebe und den Gartenbau bleibt die Meldung einer möglichen Ausbreitung wichtig, da bei Bestätigung Bekämpfungs- und Eindämmungsmassnahmen zu erwarten wären.
Der Kanton wird die Bevölkerung informieren, sobald die Fachstellen die Ergebnisse der Fallen stellen und ausgewertet haben.