Neue Regelung für nicht dringende Anzeigen
Die Kantonspolizei Freiburg organisiert die Entgegennahme von nicht dringenden Strafanzeigen neu. Betroffene müssen solche Anzeigen künftig vorher einen Termin vereinbaren. Die Massnahme soll die Wartezeiten reduzieren, den Service persönlicher machen und sicherstellen, dass Mitarbeitende für dringende Einsätze verfügbar bleiben. Für Notfälle ändert sich nichts: In dringenden Fällen muss weiterhin sofort die Nummer 117 gewählt werden.
Als ergänzende Hilfestellung hat die Polizei eine ‹Orientierungsseite› eingerichtet. Nutzerinnen und Nutzer beantworten dort einige kurze Fragen; anschliessend weist die Seite aus, ob der Fall in den Zuständigkeitsbereich der Polizei fällt, ob er online erledigt werden kann oder ob ein Termin in einem Polizeiposten nötig ist. Falls ein Termin erforderlich ist, lässt sich dieser direkt online für einen der genannten Standorte buchen.
Standorte und digitale Angebote
Als mögliche Orte für eine persönliche Terminvereinbarung nennt die Polizei die Polizeiposten in Granges-Paccot, Domdidier, Vaulruz, Freiburg, Bulle, Düdingen, Murten, Romont und Châtel-St-Denis. Parallel dazu betont die Kantonspolizei, dass zahlreiche Dienstleistungen rund um die Uhr online verfügbar sind.
- Online verfügbar sind unter anderem Meldungen über den Verlust eines Personalausweises oder Kontrollschilds.
- Ebenfalls digital möglich: Anzeigen im Bereich Cyberkriminalität, einfache Diebstähle und Sachbeschädigungen.
- Bei Bedarf an Unterstützung mit digitalen Prozessen steht die Telefonnummer 026 347 01 17 zur Verfügung.
| Polizeiposten | Hinweis |
|---|---|
| Granges-Paccot | Terminvereinbarung möglich |
| Domdidier | Terminvereinbarung möglich |
| Vaulruz | Terminvereinbarung möglich |
| Freiburg | Terminvereinbarung möglich |
| Bulle | Terminvereinbarung möglich |
| Düdingen | Terminvereinbarung möglich |
| Murten | Terminvereinbarung möglich |
| Romont | Terminvereinbarung möglich |
| Châtel-St-Denis | Terminvereinbarung möglich |
Die Polizei begründet die Neuerung damit, dass durch gezielte Terminvergaben Ratsuchenden eine bessere Begleitung angeboten werden kann und die Präsenz der Einsatzkräfte für operative Aufgaben gewährleistet bleibt. Zugleich soll mit der Ausweitung digitaler Angebote der Zugang zu Dienstleistungen vereinfacht werden.
Konsequenzen für die Bevölkerung
Für Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons bedeutet die Änderung konkret: Wer wegen eines nicht dringenden Vorfalls eine Strafanzeige aufgeben will, muss künftig zuerst prüfen, ob der Vorgang online bearbeitet werden kann, oder online einen Termin beantragen. Personen ohne Internetzugang oder mit Schwierigkeiten beim digitalen Kontakt können die angegebene Telefonnummer nutzen, um Unterstützung zu erhalten.
Wichtig bleibt: In akuten Gefährdungslagen oder bei laufenden Straftaten ist weiterhin unverzüglich die Nummer 117 zu wählen. Für Hinweise oder Fragen zu digitalen Abläufen steht die Nummer 026 347 01 17 bereit.