Der Ausbau der Solarenergie im Kanton Basel-Landschaft hat in den vergangenen Jahren deutlich an Dynamik gewonnen. Zwischen Ende 2022 und Ende 2024 wurden laut kantonaler Statistik rund 4100 neue Photovoltaik-Anlagen in Betrieb genommen; insgesamt waren damit Ende 2024 10’363 Anlagen installiert. Parallel dazu hat sich die erzeugte Solarenergie im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt.
Wachstum bei Produktion und Anlagen
Die Jahresproduktion aus Photovoltaik stieg von 117 GWh (2022) auf 248 GWh (2024). Diese Zunahme spielt eine wichtige Rolle in der kantonalen Energiebilanz und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Zwischen 2010 und 2024 sank der Bruttoenergieverbrauch des Kantons von 8’730 GWh auf 7’393 GWh – ein Rückgang um 15,3 Prozent.
Weniger Heizöl und Erdgas
Der Rückgang des Energieverbrauchs erklärt sich vor allem durch den geringeren Einsatz fossiler Heiztechniken: Heizölverbrauch ging um 45 Prozent zurück, Erdgas um 35,9 Prozent. Zudem meldete der Kanton, dass rund 2’340 Wohngebäude von fossilen auf erneuerbare Heizsysteme umgestellt wurden. Diese Veränderungen haben direkte Auswirkungen auf die lokalen Emissionen und auf die Heizkostenstruktur der Haushalte.
Bevölkerung und Pro-Kopf-Verbrauch
Die Einwohnerzahl des Kantons wuchs zwischen 2022 und 2024 um rund 5’600 Personen (plus 1,9 Prozent). Trotzdem blieb der Gesamtenergieverbrauch praktisch stabil (+0,1 Prozent gegenüber 2022), sodass der Energieverbrauch pro Kopf 2024 nur noch rund 78 Prozent des Niveaus von 2010 betrug.
- Neu installierte Photovoltaik-Anlagen: ca. 4’100 seit 2022
- Gesamtanlagen Ende 2024: 10’363
- Solarstrom 2024: 248 GWh (vs. 117 GWh 2022)
| Jahr | Photovoltaik-Produktion (GWh) | Anmerkung |
|---|---|---|
| 2022 | 117 | Ausgangswert |
| 2024 | 248 | Mehr als doppelt so hoch |
Für die Bevölkerung des Baselbiets bedeutet dies konkret:
- Mehr lokal erzeugter Strom erhöht die Versorgungssicherheit und kann langfristig die Stromkosten beeinflussen.
- Die Umstellung von Heizsystemen reduziert die Abhängigkeit von Heizöl und Erdgas, wirkt sich auf die lokale Luftqualität aus und verringert CO2-Emissionen.
- Wachsende Anlagenzahlen schaffen Nachfrage nach Installations- und Wartungsdienstleistungen im Kanton.
Die Entwicklung zeigt, dass die Energiewende im Kanton voranschreitet. Wie sich die Verfügbarkeit von Flächen, die Netzkapazitäten und die politischen Rahmenbedingungen weiter auswirken werden, bleibt entscheidend für das Tempo des Ausbaus.