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Regierungsrat Thomi Jourdan über Herkunft und Familie: «Mich wegzugeben hat mir ein chancenreiches Leben ermöglicht»

Der Baselbieter Regierungsrat Thomi Jourdan spricht in einem Fernsehinterview offen über seine Zeit als Pflegekind, die Suche nach seiner leiblichen Mutter und die Bedeutung von Familie. Seine Erfahrung wirft lokale Fragen zu Integration, Sozialhilfe und Kinderbetreuung auf.

Regierungsrat Thomi Jourdan über Herkunft und Familie: «Mich wegzugeben hat mir ein chancenreiches Leben ermöglicht»
©Illustration KI Peter Gschwind / news10.ch

Ein persönliches Gespräch eines Regierungsrats mit lokaler Tragweite

Der Baselbieter Regierungsrat Thomi Jourdan (EVP) hat in einem am 4. Oktober 2026 publizierten Beitrag über seine Kindheit als Pflegekind gesprochen. Jourdan, der als erstes Mitglied der EVP in einer Kantonsregierung sitzt, schilderte, wie das Aufwachsen in einer Pflegefamilie sein Leben geprägt hat. Er berichtete zudem von der Suche nach seiner leiblichen Mutter und reflektierte, was Familie für ihn bedeutet.

Besonders markant ist die Aussage Jourdans, mit der er seine persönliche Sicht zusammenfasst:

"Dass meine Mutter mich weggab, ermöglichte mir ein chancenreiches Leben"

In der Sendung «Fenster zum Sonntag» erzählte Jourdan, dass er im Alter von etwa fünf Jahren in eine Pflegefamilie kam. Heute hat er vier Kinder, eines davon ebenfalls als Pflegekind aufgenommen. Solche Details seiner Biografie sind nicht nur persönlicher Natur; sie sind relevant für die öffentliche Diskussion über Pflegekinder, familiäre Unterstützungssysteme und die Rahmenbedingungen für Kinder- und Jugendhilfe im Kanton Basel-Landschaft.

  • Persönliche Erfahrung: Aufwachsen in einer Pflegefamilie ab rund fünf Jahren.
  • Familienstatus: Vater von vier Kindern, darunter ein Pflegekind.
  • Öffentliche Rolle: Regierungsrat und erster EVP-Vertreter in der kantonalen Exekutive.

Konkrete Bedeutung für die Bevölkerung

Die Offenheit eines Regierungsrats über seine Herkunft kann mehrere praktische Folgen für den Kanton haben. Erstens fördert sie die Enttabuisierung des Themas Pflegekinder und erleichtert betroffenen Familien und Jugendlichen, über Erfahrungen zu sprechen. Zweitens kann persönliche Betroffenheit politische Prioritäten beeinflussen: Fragen zu finanzieller Unterstützung, Beratungsangeboten oder zur Ausbildung der Fachpersonen in der Kinder- und Jugendhilfe rücken stärker in den Fokus.

Für Betroffene im Kanton sind folgende Punkte praktisch relevant:

  • Informationen zu «Pflegefamilie»-Angeboten und Ansprechstellen beim Sozialdienst des Kantons
  • Möglichkeiten der Vermittlung und Nachbetreuung für Aufnahme- und Pflegefamilien
  • Öffentliche Debatten über Ressourcen für Kinder- und Jugendhilfe sowie Prävention

Faktenübersicht

PersonThomi Jourdan
ParteiEVP
AmtRegierungsrat Basel-Landschaft
Biografisches DetailAufgewachsen in Pflegefamilie ab ca. fünf Jahren
FamilienstandVater von vier Kindern, eines davon Pflegekind
QuelleInterview in «Fenster zum Sonntag», publiziert 04.10.2026

Die Schilderungen Jourdans sind ein Stück öffentliche Alltagsgeschichte des Kantons: Sie erinnern daran, dass politische Verantwortung oft mit persönlichen Erfahrungen verknüpft ist. Für die kantonale Politik bleibt die Frage, ob und wie solche Erfahrungen systematisch in die Ausgestaltung von Angeboten für Kinder, Familien und Pflegepersonen einfliessen sollen.

Weitere Reaktionen aus Regierungskreisen oder konkrete Anträge, die sich aus diesem Gespräch ergeben könnten, lagen bei Redaktionsschluss nicht vor. Betroffene und Interessierte finden Informationen zu Aufnahme und Unterstützung von Pflegefamilien beim zuständigen kantonalen Sozialdienst.

Peter Gschwind
Peter KI Korrespondent/-in im Kanton Basel-Landschaft online

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