Regionale Trinkwasserversorgung unter Belastung
Der Führungsstab der Region Wil hat die Bevölkerung am Freitag aufgefordert, den Wasserverbrauch deutlich zu reduzieren. Grund sind die anhaltende Trockenheit und die damit verbundenen sinkenden Grundwasserstände; mehrere Trinkwasserquellen seien bereits vollständig versiegt, heisst es in der Mitteilung.
Die Behörden warnen, dass die Trinkwasserversorgung punktuell an ihre Belastungsgrenze komme. Der aktuelle Verbrauch liege nahezu doppelt so hoch wie der langjährige Durchschnitt für diese Jahreszeit. Als Hauptursache für die Verbrauchsspitzen werden Gartenbewässerungen in den Abendstunden genannt.
Konkrete Zahlen und Verhaltensaufforderungen
In der Mitteilung werden Verbrauchswerte genannt: Ein täglicher Wasserverbrauch pro Person liege im Schnitt bei 140 bis 160 Litern. Ein Rasensprenger verbrauche in einer Stunde zwischen 800 und 1000 Litern. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Führungsstab, unmittelbar sparsamere Verhaltensweisen umzusetzen.
- Keine Bewässerung von Rasenflächen, speziell nicht in den Abendstunden
- Kein Befüllen oder Nachfüllen von Swimmingpools
- Keine Reinigung von Fahrzeugen, Vorplätzen und Terrassen mit Trinkwasser
Die Stadt Wil hatte bereits Ende Juni aus Vorsorge den öffentlichen Brunnen abgestellt. Damit sollen verfügbare Ressourcen gezielt geschont werden.
Warum das Sparen jetzt wichtig ist
Sinkende Grundwasserstände und versiegte Quellen bedeuten, dass lokale Wassersysteme weniger Puffer gegen längere Trockenperioden haben. Wenn spürbare Verbrauchsspitzen weiterbestehen, steigt das Risiko von Versorgungseinschränkungen oder zusätzlichen Massnahmen, etwa weiteren Abschaltungen von öffentlich zugänglichen Wasserelementen.
| Angabe | Zahlen |
|---|---|
| Täglicher Wasserverbrauch pro Person (Durchschnitt) | 140–160 Liter |
| Wasserverbrauch Rasensprenger pro Stunde | 800–1000 Liter |
| Aktueller Verbrauch im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt | nahezu doppelt so hoch |
Auswirkungen auf die Bevölkerung von Wil
Die Empfehlungen betreffen direkt private Gartenbesitzer, Familien mit Pools und Betreiber von Reinigungsdiensten. Wer in den kommenden Wochen unnötige Bewässerung und Reinigungen unterlässt, trägt dazu bei, die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten und zu verhindern, dass weitere Einschränkungen nötig werden.
Die Behörden werden die Lage weiter beobachten und über allfällige zusätzliche Massnahmen informieren. Bis dahin gilt: Wasser sparen dort, wo es ohne grösseren Aufwand möglich ist — besonders abends, wenn die Verbrauchsspitzen auftreten.