Wassersparen: Appell wegen anhaltender Trockenheit
Der Regionale Führungsstab Wil‑Uze hat aufgrund der anhaltenden Hitzeperiode und deutlich gesunkener Grundwasserstände die Bevölkerung aufgefordert, Wasser zu sparen. In einem Communiqué heisst es, die Trinkwasserversorgung sei derzeit grundsätzlich gewährleistet, trotzdem stünden mehrere Quellen und Pumpwerke unter hoher Belastung.
Betroffen sind unter anderem die Gemeinden Braunau, Jonschwil, Niederhelfenschwil, Oberbüren, Oberuzwil, Rickenbach, Uzwil, Wil und Zuzwil. In einzelnen Gebieten führen Quellen deutlich weniger Wasser oder sind bereits versiegt; teils wurde bereits Wasser aus benachbarten Netzen bezogen.
| Betroffene Gemeinden | Hinweis |
|---|---|
| Braunau | Quellen reduziert |
| Jonschwil | Quellen reduziert |
| Niederhelfenschwil | Quellen reduziert |
| Oberbüren | Quellen reduziert |
| Oberuzwil | Quellen reduziert |
| Rickenbach | Quellen reduziert |
| Uzwil | Quellen reduziert |
| Wil | Quellen reduziert / erhöhte Förderung |
| Zuzwil | Quellen reduziert |
Der Stabschef des Regionalen Führungsstabs, Tom Widmer, bezeichnet die Lage als besonderen Ausnahmefall. Er weist darauf hin, dass die Pumpwerke seit Wochen nahezu durchgehend arbeiten und kurzfristige Niederschläge kaum sofortige Entspannung bringen.
Tom Widmer: «Dieser Umstand ist ein absoluter ‹Sonderfall›.»
Für die Bevölkerung in Wil bedeutet das konkret: Massnahmen zur Reduktion des Verbrauchs sind erwünscht und können verhindern, dass Gemeinden verbindliche Verbrauchsverbote erlassen müssen. Solche Verbote würden zum Beispiel das Bewässern von Gärten, das Befüllen privater Pools oder das Autowaschen einschränken.
- Der Appell gilt für alle Haushalte und Gewerbebetriebe in der Region.
- Trinkwasser ist aktuell gesichert, doch die Lage kann sich verschärfen.
- Bei weiter sinkenden Pegeln sind lokale Verbote möglich.
Für Wil ist wichtig: Bürgerinnen und Bürger sollen ressourcenschonend handeln und unnötigen Verbrauch vermeiden. Konkrete Anordnungen würden die Gemeindebehörden aussprechen, falls die Versorgungssituation weiter verschlechtert. Bis dahin empfiehlt der Führungsstab einfache Massnahmen wie das Einschränken von Gartenbewässerung, das Verschieben von Autowäschen und sparsamen Umgang in Gewerbe und Handwerk.
Die regionale Wassersituation bleibt aufmerksam zu verfolgen. Die Behörden informieren über weitere Schritte, sollten sich die Grundwasserstände oder die Förderkapazitäten weiter verschlechtern.