Leichter Anstieg nach Jahren mit rückläufigen Zahlen
Im Schuljahr 2025/2026 besuchten im Kanton Uri insgesamt 4'887 Schülerinnen und Schüler beziehungsweise Lernende eine Schule. Das sind 45 mehr als im Vorjahr (4'842), wie die aktuelle Bildungs- und Beratungsstatistik des Kantons ausweist. Damit setzt sich ein leichter Aufwärtstrend fort, der nach früheren Rückgängen auftritt.
Verteilung nach Stufen und Gemeinden
Die Summe der Schülerinnen und Schüler in Kindergarten, Primarstufe und Oberstufe liegt bei 3'810 (Vorjahr: 3'747). In diesen Stufen sind die bevölkerungsstarken Gemeinden weiterhin führend: Altdorf weist mit 958 Schülerinnen und Schülern den höchsten Stand auf, gefolgt von Schattdorf mit 629.
| Bereich | Schülerzahl 2025/2026 | Vorjahr |
|---|---|---|
| Gesamt (inkl. Sonderschule, Gymnasium, Berufsbildung) | 4'887 | 4'842 |
| Kindergarten, Primarstufe, Oberstufe | 3'810 | 3'747 |
| Primarstufe | 2'127 | 2'113 |
| Oberstufe | 900 | 857 |
Kindergarten: Pflichtjahr und Zweijahresangebot zeigen Wirkung
Seit dem 1. August 2016 ist in Uri der Besuch eines Kindergartenjahrs obligatorisch. Alle Gemeinden sind zudem verpflichtet, zwei Kindergartenjahre zu ermöglichen. Im Berichtsjahr wurden 693 Kinder im Kindergarten gezählt (Vorjahr: 677). Davon besuchten 357 Kinder das zweite Kindergartenjahr. Die insgesamt 37 Abteilungen weisen eine Durchschnittsgrösse von 18,7 Kindern auf.
Primarstufe stabil, Oberstufe wieder im Aufwind
Die Primarstufe zeigt sich weiter stabil: Im Schuljahr 2025/2026 zählte sie 2'127 Schülerinnen und Schüler, durchschnittlich rund 356 Kinder pro Jahrgang. Damit liegt die Durchschnittsjahrgangsgrösse seit 2008/2009 durchgehend unter 400.
Die Oberstufe, die in Uri an zehn Schulorten geführt wird, verzeichnet nach einem Tiefpunkt im Schuljahr 2021/2022 (831 Lernende) wieder steigende Zahlen: sie kommt nun auf 900 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr: 857).
Regionale Folgen und praktische Hinweise
Der leichte Zuwachs hat mehrere praktische Effekte: Gemeinden müssen die Raumplanung und Personaleinsatzplanung prüfen, insbesondere dort, wo die Klassen- und Abteilungsgrössen bereits an der Kapazitätsgrenze sind. Eltern bekommen bei der Kindergartenplanung im Kanton Uri weiterhin verlässliche Strukturen, da der Angebotsbedarf für das zweite Kindergartenjahr gedeckt ist.
- Eltern sollten die Anmeldefristen und lokalen Platzkapazitäten bei ihrer Gemeindeschule prüfen.
- Schulen und Gemeinderäte müssen mögliche Anpassungen an Raumangebot und Lehrpersonaleinsatz bedenken.
- Die Entwicklung der Oberstufe ist zu beobachten, da hier eine anhaltende Zunahme stattfindet.
Die Statistik nennt darüber hinaus die Basisstufen in einzelnen Gemeinden: Isenthal, Sisikon, Silenen (Bristen) und Seelisberg führen eine zusammengefasste Basisstufe, die im Berichtsjahr von 84 Kindern besucht wurde. Die vier Abteilungen dieser Stufe weisen eine durchschnittliche Grösse von 21,0 Kindern auf.
Die Zahlen bieten eine Grundlage für die weitere Bildungspolitik und die kantonale Planung. Sie zeigen, dass Uri aktuell keinen grossen Rückgang der Schülerschaft mehr verzeichnet, sondern leicht wachsende Zahlen, die lokal unterschiedlich ausfallen und in der kommenden Planungsperiode berücksichtigt werden müssen.