Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) haben für ihre schrittweise erweiterte und auf Elektrobetrieb umgestellte Busflotte einen langfristigen Mietvertrag für ein neu zu bauendes Depot in Spreitenbach (AG) abgeschlossen. Gemäss Mitteilung der Stadt Zürich können die VBZ das Busdepot ab Mitte 2030 mieten; die Laufzeit beträgt mindestens 50 Jahre mit einer Option auf weitere 10 Jahre.
Weshalb die neue Garage nötig ist
Die bestehenden Standorte in Dietikon und Bergdietikon werden von Dritten betrieben, sind veraltet und lassen sich nicht elektrifizieren. Eine Ertüchtigung sei «aus baulichen und vertraglichen Gründen nicht möglich», schreibt die Stadt. Deshalb brauche es eine neue, eigene Infrastruktur im Limmattal, wo die VBZ markverantwortlich sind.
«Nach jahrelanger Suche ist nun ein geeigneter Standort gefunden worden.»
Ausstattung, Kapazität und Finanzierungsdaten
Die investierende Privatperson plant am Standort ein Neubauprojekt mit einem unterirdischen Busdepot. Geplant ist Platz für rund 50 Busse. Alle Abstellplätze sollen mit einer eigenen Ladeinfrastruktur vorbereitet werden.
- Geplanter Mietbeginn: Mitte 2030
- Laufzeit: 50 Jahre (Option auf +10 Jahre)
- Jährliche Mietkosten: 1,18 Millionen Franken (vom Zürcher Stadtrat und Verkehrsrat bewilligt)
- Kapazität: Platz für rund 50 Busse mit Ladevorbereitung
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Mietbeginn | Mitte 2030 |
| Laufzeit | 50 Jahre (+10 Jahre Option) |
| Jährliche Kosten | 1,18 Mio. Franken |
| Kapazität | Rund 50 Busse |
Kontext und Folgen
Die Vereinbarung schafft sowohl für die VBZ als auch für die private Investorin Planungssicherheit: Der Mietvertrag wurde bereits vor Baubeginn unterschrieben, um die langfristige Bereitstellung von Abstellflächen zu garantieren. Für die VBZ ist der Schritt Teil des kantonalen und städtischen Ziels, den öffentlichen Verkehr klimafreundlicher zu machen.
Parallel dazu hat die Stadt Zürich im Januar bereits eine Garage in Oetwil erworben, die ab Dezember 2026 Platz für 30 Busse bieten soll. Später sollen dort auch die Verkehrsbetriebe Zürichsee und Oberland (VZO) mitbenutzen können. Die Kombination beider Standorte zeigt, dass die Stadt die regionale Infrastruktur für den Umstieg auf Elektrobetrieb systematisch ausbaut.
Offen bleibt, wie rasch das Projekt in Spreitenbach realisiert werden kann und ob zeitliche oder bauliche Anpassungen notwendig werden. Ebenfalls nicht angegeben sind Details zu Eigentums- und Unterhaltsverantwortlichkeiten der Ladeinfrastruktur sowie zu konkreten Zeitplänen für die Elektrifizierung der einzelnen Busflottenabschnitte.
Für Mobilitäts- und Umweltverantwortliche ist die Vereinbarung ein klares Signal, dass die Umstellung auf Elektrobetrieb nicht nur Fahrzeugbeschaffung, sondern auch langfristige Flächen- und Energieplanung verlangt.