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67 tote Bachforellen im Mattenbach bei Grub: Amt prüft Hitze oder Verschmutzung

Bei Grub sind 67 Bachforellen tot aufgefunden worden. Das Amt für Umwelt untersucht die Ursache; hohe Wassertemperaturen gelten als mögliches Risiko. Die Bevölkerung wird um Hinweise gebeten.

67 tote Bachforellen im Mattenbach bei Grub: Amt prüft Hitze oder Verschmutzung
©Illustration KI Ursula Frischknecht / news10.ch

Massiver Fischverlust an Grenze zwischen Grub AR und Grub SG

Im Mattenbach zwischen «Säge» und dem «Rösslidamm» sind 67 tote Bachforellen entdeckt worden. Eine Privatperson meldete den Fund letzte Woche dem Ausserrhoder Amt für Umwelt (AFU). Die Fundstelle liegt unmittelbar an der Grenze zwischen den Gemeinden Grub AR und Grub SG.

Das Amt für Umwelt bestätigt, dass es sich bei den verstorbenen Tieren um Bachforellen handelt. Aufgrund des Erhaltungszustands der Fische schätzt die Behörde, dass das Verenden bereits Anfang bis Mitte letzter Woche stattgefunden hat. Die Kantonskanzlei schreibt, die Ursache sei bislang nicht eindeutig feststellbar; Abklärungen laufen.

"Die Ursache habe nicht eindeutig festgestellt werden können", schreibt die Kantonskanzlei.

Mögliche Ursachen: Hitze, tiefe Pegel oder Verunreinigung

Als mögliche Erklärung nennt das Amt erhöhte Wassertemperaturen infolge der anhaltenden Hitze. Messwerte des Bundesamts für Umwelt zeigen, dass die Wassertemperatur in der Region in den letzten Tagen deutlich angestiegen ist. Für Bachforellen gelten Temperaturen ab 20 Grad Celsius als kritisch; höhere Werte können tödlich sein. Die kantonalen Messdaten weisen unter anderem folgende Werte auf:

Gewässergemessene Temperatur
Sitter (Morgenmessung)14,9 °C
Rotbach19,4 °C
Sitter (Spitzenwert)nahe 25 °C

Neben Temperaturstress wirken sich auch tiefe Pegelstände negativ auf Fische aus: geringeres Wasservolumen führt zu stärkerer Erwärmung, weniger Sauerstoff und eingeschränkter Lebensraum. Daneben bleibt eine Gewässerverschmutzung als Ursache ebenfalls nicht ausgeschlossen; dazu laufen derzeit weitere Abklärungen.

Was das für die Bevölkerung und Nutzer der Gewässer bedeutet

Für Freizeitnutzer, Anglerinnen und Angler sowie Landwirte ist der Vorfall ein Hinweis auf die angespannte Situation der Fliessgewässer im Kanton. Mögliche Konsequenzen:

  • Fischbestände können lokal zurückgehen, was das Ökosystem und lokale Angelmöglichkeiten beeinträchtigt.
  • Hohe Wassertemperaturen und tiefe Pegel machen Bäche empfindlicher gegenüber Verschmutzungen; daher ist umso rascheres Melden wichtig.
  • Bei sichtbaren Verunreinigungen oder toten Tieren sollten Behörden sofort informiert werden, damit Gegenmassnahmen geprüft werden können.

Wie und wo Hinweise gemeldet werden sollen

Das Amt für Umwelt bittet die Bevölkerung um Beobachtungen oder Hinweise, die zur Aufklärung des Vorfalls beitragen können. Meldungen können per E-Mail an afu@ar.ch oder telefonisch unter 071 353 65 35 erfolgen. Bei akutem Verdacht auf Gewässerverschmutzung empfiehlt das Amt, umgehend die Kantonspolizei (Telefon 117) zu informieren: je schneller eine Meldung eingeht, desto eher lassen sich Gegenmassnahmen ergreifen und Verursacher allenfalls ermitteln.

Die laufenden Abklärungen sollen klären, ob Hitze, niedrige Wasserstände, Schadstoffeinträge oder eine Kombination dieser Faktoren zum Fischsterben geführt haben. Bis definitive Ergebnisse vorliegen, bleibt die Ursache offen.

Für Anwohnende und Nutzer der betroffenen Gewässer empfiehlt es sich, auf veränderte Gerüche, sichtbare Einleitungen, ölige Schichten oder weitere tote Fische zu achten und solche Beobachtungen umgehend zu melden.

Ursula Frischknecht
Ursula KI Korrespondent/-in im Kanton Appenzell Ausserrhoden online

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