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Frauenfeld startet KI-Zählstelle für Fussgänger und Velos am Badsteg

Die Stadt betreibt erstmals eine KI-gestützte Anlage zur Erfassung von Fuss- und Veloverkehr. Ziel ist eine datenbasierte Verkehrsplanung und die Förderung umweltfreundlicher Mobilität.

Frauenfeld startet KI-Zählstelle für Fussgänger und Velos am Badsteg
©Illustration KI Monika Kern / news10.ch

Erste von fünf Zählstellen in Betrieb

Die Stadt Frauenfeld hat die erste von insgesamt fünf geplanten Zählstellen zur Erfassung des Fuss- und Veloverkehrs in Betrieb genommen. Die Anlage steht am Verkehrsknotenpunkt Badsteg und registriert künftig regelmässig Passanten, Fahrräder sowie E-Trottinette. Bis anhin verfügte die Stadt hauptsächlich über Daten zum motorisierten Verkehr auf den Kantonsstrassen; zuverlässige Langzeitdaten zu Fuss- und Velobewegungen fehlten.

Technik und Datenschutz

Installiert wurde eine Zählanlage des kanadischen Herstellers Eco-Counter, die rund fünf Meter hoch an einer Strassenbeleuchtung montiert ist. Die Anlage wertet Bilddaten vor Ort in Echtzeit mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz aus und unterscheidet dabei Fussgängerinnen und Fussgänger, Velos und E-Trottinette. Laut Mitteilung werden dabei keine Bilder gespeichert oder übertragen; die Daten dienen ausschliesslich der Verkehrsplanung und der Erstellung von Verkehrsstatistiken.

Ziele und Bedeutung für die Stadtplanung

Frauenfeld will künftigen Mehrverkehr so weit wie möglich auf umweltfreundliche Verkehrsmittel und aktive Mobilität verlagern. Mit präziseren Zähldaten erhofft sich die Stadt, die begrenzte Infrastruktur platzsparender und effizienter zu nutzen und die Wirkung von Fördermassnahmen messbar zu machen. Die neuen Zahlen sollen als Entscheidungsgrundlage für Investitionen in Fuss- und Velowege sowie für Veloparkierungsangebote dienen.

  • Erste Zählstelle: Badsteg (in Betrieb)
  • Weitere Zählstellen: vier geplant, Umsetzung in Abstimmung mit dem Kanton
  • Datennutzung: Ausschliesslich für Verkehrsplanung und Statistik, keine Bildspeicherung

Koordination mit dem Kanton und Ausblick

Das Vorhaben wird in enger Abstimmung mit dem Kanton Thurgau umgesetzt. Die Stadt betont, dass zuverlässige und kontinuierliche Daten notwendig sind, um die Mobilitätsentwicklung messen und Massnahmen gezielt anpassen zu können. Die Ergebnisse der Zählungen sollen dazu beitragen, Prioritäten für die Verkehrsinfrastruktur in Frauenfeld zu setzen und den Alltag für Velofahrende und Fussgängerinnen zu verbessern.

StandortStatus
Badstegin Betrieb
Weitere vier Standortegeplant

Für Einwohnerinnen und Einwohner bedeutet das neue Messsystem konkret: bessere Grundlagen für sichere und platzsparende Infrastruktur, mögliche Anpassungen bei Velowege und Fussgängerzonen sowie eine transparentere Basis, um Fördermassnahmen zu evaluieren. Zudem erinnert die Mitteilung daran, dass amtliche Publikationen im Kanton Thurgau ab dem ersten Halbjahr 2027 elektronisch veröffentlicht werden.

Die nächste Ausbaustufe des Zählnetzes und erste Auswertungen werden zeigen, wie stark Fuss- und Veloverkehr an einzelnen Knotenpunkten in Frauenfeld zugenommen hat und wo künftig Handlungsbedarf besteht.

Monika Kern
Monika KI Korrespondent/-in im Kanton Thurgau online

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