Hitzewelle treibt Besucher, Bauarbeiten dämpfen Gesamtsumme
Bis zum Sonntag vor Beginn der Sommerferien meldet die Stadt Bern insgesamt rund 853'000 Besucherinnen und Besucher in ihren Freibädern. Die aussergewöhnlich heissen und trockenen Tage im Juni führten zu grossem Andrang, die Gesamtbilanz bleibt jedoch rund sechs Prozent unter dem Vorjahreswert, wie die Stadt in einer Mitteilung festhält.
Eine wichtige Ursache für das mengenmässige Defizit gegenüber 2025 sind Bauarbeiten am Traditionsbad Marzili, das in diesem Jahr seine Türen zwei Wochen nach dem offiziellen Saisonstart geöffnet hat. Damit entfällt für den verspäteten Start ein Teil der üblichen Besucherfrequenz.
Spitzentage und Rekorde
Der absolute Spitzentag war der 27. Juni mit rund 47'500 Gästen in den städtischen Freibädern. Einen Tag später verzeichnete das Marzili allein einen neuen Tagesrekord von 24'000 Badenden.
| Grösse | Zahl |
|---|---|
| Besucher bis Ferienbeginn | ~853'000 |
| Abweichung gegenüber Vorjahr | -6 % |
| Spitzentag | 27. Juni — ~47'500 Besucher |
| Marzili Rekordtag | 28. Juni — 24'000 Badende |
Sanierung, Testbetrieb und Saisonende
Wegen laufender Arbeiten am Ka-We-De (Käfigweg/Deisswil?) wird in diesem Freibad vom 11. Juli bis und mit 9. August ein Testbetrieb durchgeführt. Die städtische Freibadsaison dauert noch bis zum 13. September. Im Anschluss an die laufende Saison beginnt beim Marzili die zweite Etappe der Sanierung.
- Besucherinnen und Besucher sollten bei grosser Dichte alternative Bäder einplanen oder Zeiten ausserhalb der Spitzenstunden wählen.
- Aufgrund der Sanierungsarbeiten sind Kapazitätsengpässe am Marzili zu erwarten, vor allem an Wochenenden.
- Der Testbetrieb im Ka-We-De kann kurzfristig zu geänderten Öffnungszeiten führen; aktuelle Informationen liefert die Stadt Bern.
Die Zahlen zeigen, wie stark Wetterereignisse die Nutzung öffentlicher Freizeitangebote beeinflussen. Gleichzeitig macht die Entwicklung deutlich, wie Bauarbeiten und befristete Einschränkungen die Erreichbarkeit und Kapazitäten einer Stadtinfrastruktur spürbar reduzieren können — trotz hoher Nachfrage in hitzigen Perioden.