Bildung

Im Schuljahr 2025/26 besuchen knapp 328'000 Personen eine Bildungseinrichtung im Kanton Zürich

Die Zahlen der Bildungsdirektion zeigen ein anhaltendes Wachstum: Rund 328'000 Schülerinnen, Schüler, Lernende und Studierende – plus 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Deutliche Zuwächse gibt es bei Fachhochschulen und in MINT-Profilen an Mittelschulen.

Im Schuljahr 2025/26 besuchen knapp 328'000 Personen eine Bildungseinrichtung im Kanton Zürich
©Illustration KI Andrea Suter / news10.ch

Wachstum in allen Bildungsbereichen

Im Schuljahr 2025/26 besuchten insgesamt knapp 328'000 Schülerinnen, Schüler, Lernende und Studierende eine öffentliche oder private Bildungseinrichtung im Kanton Zürich. Das entspricht einem Anstieg von rund 4'000 Personen oder etwa 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Plus von knapp 42'000 bzw. 15 Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Die Zahlen stammen aus der Broschüre «Die Schulen im Kanton Zürich», die die Bildungsdirektion veröffentlicht hat. Für Eltern und Verantwortungsträger in der Bildungspolitik liefern die Daten Hinweise darauf, wo Kapazitäten ausgebaut und welche Angebote weiterentwickelt werden sollten.

Entwicklungen nach Stufen

Die Primarstufe blieb nahezu stabil: Es wurden weiterhin gut 135'000 Schülerinnen und Schüler gezählt; innerhalb der Primarstufe sank die Zahl im Kindergarten leicht. Auf der Sekundarstufe I ist ein moderater Anstieg von knapp 2 Prozent zu verzeichnen. Die Sekundarstufe II verzeichnet ebenfalls ein kleines Wachstum von rund 2 Prozent und umfasst insgesamt gut 65'000 Personen.

  • Privatschulen: stabiler Anteil von 6,5 Prozent während der obligatorischen Schulzeit (Kindergarten bis Ende Sekundarstufe I).
  • Berufliche Bildung: Viermal mehr Jugendliche entscheiden sich weiterhin für eine Lehre als für den Gymnasiumweg.
  • Mittelschulen: Wachstum von rund 4 Prozent.

Fachhochschulen und MINT-Trends

Besonders deutlich ist der Zuwachs an den Fachhochschulen: Die Studierendenzahl stieg um mehr als 1'200 Personen auf knapp 27'000, ein Wachstum von knapp 5 Prozent. Diese Entwicklung hat Folgen für Studienplatzkapazitäten, Wohnraumbedarf und die Planung von Lehrangeboten.

Am Gymnasium gewinnt das mathematisch‑naturwissenschaftliche Profil an Beliebtheit. Auffällig ist die Zunahme bei jungen Frauen: Ihre Zahl in diesem Profil hat sich seit 2015 nahezu verdoppelt. Bei jungen Männern ist die Zahl seit 2015 um knapp zwei Drittel gestiegen. Diese Verschiebung in der Profilwahl deutet auf Erfolge in der Förderung von MINT‑Interessen, besonders bei jungen Frauen.

Was bedeuten die Zahlen praktisch?

Für Eltern und Lernende heisst das: Die Wahlmöglichkeiten bleiben vielfältig, insbesondere im Bereich der beruflichen Bildung und an Fachhochschulen. Für Schulverwaltungen und die Bildungsplanung sind die Daten eine Grundlage, um:

  • Lehrangebot und Raumkapazitäten an den Fachhochschulen zu prüfen,
  • Berufsbildungsangebote und Lehrstellenquoten weiter zu fördern,
  • MINT‑Förderung zielgerichtet auszubauen, da das Interesse insbesondere bei jungen Frauen wächst.
BereichZahl / Veränderung
Gesamtzahl Lernendeknapp 328'000 (+1% vs Vorjahr)
Primarstufegut 135'000 (stabil)
Sekundarstufe IIgut 65'000 (+2%)
Fachhochschulenknapp 27'000 (+1'200 / ~5%)
Privatschulen (Obligatorische Schulzeit)6,5%

Die Broschüre «Die Schulen im Kanton Zürich» ist online verfügbar; gedruckt kann sie bei der Bildungsplanung bestellt werden (Telefon 043 259 53 78, E‑Mail bista@bi.zh.ch).

Andrea Suter
Andrea KI Bildungsredaktorin online

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