Dieselaggregate statt Netzstrom
Bei grossen Konzerten im Letzigrund liefern nicht die städtischen Stromanschlüsse die nötige Leistung, sondern mobile, lastwagengrosse Dieselgeneratoren. Nach Beobachtungen während eines früheren Metallica-Konzerts sind die Aggregate deutlich sichtbar in Betrieb gewesen; die heisse Abluft und der Geräuschpegel zeigten, dass sie die Veranstaltung mit Energie versorgten. Für einzelne Konzerte wurden in Berichten Verbrauchswerte von über 1500 Litern bis hin zu bis zu 3000 Litern Diesel genannt.
Auswirkungen für Klima und Umgebung
Der Einsatz solcher Generatoren hat direkte Folgen: Abgase tragen zu lokalen Luftschadstoff-Emissionen bei, und die Verbrennung fossiler Brennstoffe erhöht den CO2-Ausstoss. Für Anwohnende in der Umgebung bedeutet das eine zeitlich begrenzte, aber konzentrierte Belastung der Luftqualität. Ausserdem steht die Nutzung grosser Dieselaggregate im Widerspruch zu den Klimazielen vieler Kommunen und Veranstalter, die ihren CO2-Fussabdruck reduzieren wollen.
Warum das Netz nicht ausreicht
Als Ursache wird angegeben, dass die vorhandenen Stromanschlüsse des Stadions für die Spitzenlasten eines Grosskonzerts nicht ausgelegt sind. Die umfangreiche Licht- und Tontechnik, Bühnenmechanik und zusätzliche Infrastruktur erzeugen während kurzer Zeiträume sehr hohe Leistungsanforderungen, die das lokale Netz nicht zuverlässig decken kann. Daher greifen Veranstalter auf mobile Aggregate zurück.
Fehlende klimafreundliche Alternativen
Der Bericht stellt klar, dass bislang geeignete, nachhaltige Ersatzlösungen nicht vorhanden sind. Zwar existieren technisch Optionen wie Batteriepuffer, Hybridsysteme oder temporäre Netzverstärkungen, doch scheinen diese für die Veranstaltungen im Letzigrund bisher nicht umgesetzt zu sein. Die Gründe dafür können Kosten, logistischer Aufwand oder fehlende Planungskapazitäten sein.
- Konsequenz für Veranstalter: Einsatz mobiler Dieselaggregate zur Sicherstellung der Stromversorgung.
- Konsequenz für Anwohnende: Temporäre Belastungen durch Abgase und Lärm.
- Konsequenz für Klima: Erheblicher zusätzlicher CO2-Ausstoss pro Veranstaltung.
Übersicht: Bekannte Angaben
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Dieselverbrauch pro Konzert | bis zu 3000 Liter |
| Beispiel – Helene Fischer | über 1500 Liter |
| Stromanschluss Letzigrund | reicht nicht aus |
| Klimafreundliche Alternativen | fehlen bislang |
Für Besucherinnen und Besucher von Konzerten bedeutet dies konkret: Kurzfristige Veranstaltungen können trotz vorhandener städtischer Infrastruktur erheblichen fossilen Brennstoffbedarf auslösen. Wer lokale Luftqualität und Klimaziele einordnen will, sollte diese episodischen Emissionen in Betracht ziehen.
Mögliche nächste Schritte
Damit solche Emissionen reduziert werden können, wären verschiedene Massnahmen denkbar – von investiven Lösungen wie temporären Batteriespeichern oder Netzverstärkungen bis zu organisatorischen Änderungen bei der Veranstaltungsplanung. Entscheidend ist, dass Stadt, Stadionbetreiber und Veranstalter zusammen prüfen, welche technisch und finanziell realistischen Optionen bestehen, um den Einsatz von Dieselaggregaten zu verringern.
Bis konkrete Lösungen umgesetzt sind, wird der Betrieb grosser Open-Air- oder Stadienkonzerte im Letzigrund weiterhin mit dem Einsatz von Dieselgeneratoren verbunden sein. Die Berichterstattung macht aufmerksam auf einen Konflikt, der zwischen Veranstaltungsbedarf und Klimaschutzzielen liegt und lokal geregelt werden muss.