Gülle gelangt beim Umpumpen in Hengelenbächli
Auf einem Landwirtschaftsbetrieb in Degersheim ist am späten Freitagnachmittag beim Umpumpen von Gülle rund ein Kubikmeter in ein naheliegendes Bachbett gelangt. Die Notruf- und Einsatzleitzentrale des Kantons St. Gallen wurde kurz vor 17.30 Uhr über die Gewässerverschmutzung informiert, teilte die Kantonspolizei St. Gallen mit.
Nach Angaben der Polizei floss die Gülle durch einen Meteor- bzw. Einlaufschacht auf dem Hofplatz in das sogenannte Hengelenbächli. Der Landwirt stoppte die Pumpe sofort, als er den Austritt bemerkte, und alarmierte die Behörden.
Feuerwehr errichtet Bachsperre und spült Gewässer
Die lokale Feuerwehr rückte zusammen mit dem Umweltschadendienst des Kantons aus. Etwa 400 Meter unterhalb der Einleitstelle wurde eine Bachsperre gebaut. Zum Zeitpunkt der Sperrung konnte dort laut Mitteilung noch keine Gülle im Gewässer festgestellt werden. Um die Verunreinigung zu begrenzen, wurde unterhalb der Sperre frisches Wasser zugeführt und das Gewässer vom Einlaufschacht her durchgespült.
- Ursache: Austritt beim Umpumpen über eine Druckleitung und Meteorenschacht
- Ausgetretene Menge: rund 1 m³ Gülle
- Massnahmen vor Ort: Pumpe abgeschaltet, Bachsperre errichtet, Spülung mittels Frischwasser
- Weitere Beteiligte: Kantonspolizei, zuständige Feuerwehr, Umweltschadendienst des Kantons St. Gallen
Umgang mit ausgetrocknetem Material
Laut Polizei wurde das abgepumpte Wasser-Gülle-Gemisch auf einer Wiese verteilt. Eine genauere Schadensabschätzung liegt derzeit noch nicht vor. Die Behörden beobachten die Lage und haben die entsprechenden Fachstellen eingeschaltet.
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| Kurz vor 17:30 | Meldung an Einsatzleitzentrale |
| Unmittelbar danach | Pumpe abgeschaltet, Feuerwehr und Umweltschadendienst alarmiert |
| Später | Bachsperre ca. 400 m unterhalb, Spülung mit Frischwasser |
Für Anwohnerinnen und Anwohner entlang des Hengelenbächli und Nutzer von Flächen unterhalb des Hofs ist relevant, dass verunreinigtes Wasser kurzfristig die Wasserqualität beeinträchtigen kann. Es gibt bislang keine Hinweise auf eine Gefährdung von Trinkwasserversorgungen; meldepflichtige Vorkommnisse dieser Art werden jedoch in der Regel durch die kantonalen Fachstellen weiter geprüft.
Die Behörden betonen die Bedeutung vorsichtiger Handhabung beim Umpumpen von Gülle und der regelmässigen Kontrolle von Leitungen und Einläufen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern. Der Umweltschadendienst bleibt in die Abklärungen eingebunden, bis das Ausmass des Schadens abschliessend geklärt ist.