Schutzmassnahme gegen Hitzefolgen: Betretungsverbot in mehreren Flüssen
Der Kanton Solothurn hat am Montagmorgen ein Betretungs- und Fischereiverbot für zahlreiche Fliessgewässer ausgesprochen. Hintergrund sind anhaltende Hitze und Trockenheit, die zu stark erhöhten Wassertemperaturen und deutlich tieferen Wasserständen geführt haben. Ziel der Massnahme ist, zusätzliche Störungen zu vermeiden und so das Überleben möglichst vieler Wassertiere zu sichern.
Von dem Verbot sind dem Kanton zufolge sämtliche Flüsse mit Ausnahme der Aare, Birs und Emme betroffen. Ausdrücklich untersagt sind Aktivitäten, die zusätzliche Belastung oder Stress für die Fauna bedeuten, darunter Baden, Wassersportarten und Angeln.
Warum die Massnahme ergriffen wurde
Das Amt für Wald, Jagd und Fischerei stellt fest, dass insbesondere in kleineren und mittleren Fliessgewässern die Erwärmung und der Wasserstandsabfall kritische Ausmasse erreicht haben. Die Lebensbedingungen für Fische und andere Wassertiere verschlechtern sich dadurch erheblich; es könne zu einer erhöhten Sterblichkeit kommen. Der Kanton betont, dass unter diesen Umständen «alle nicht notwendigen Einwirkungen zu unterlassen» seien, um die Tiere nicht zusätzlich zu gefährden.
«Viele Wassertiere kämpfen jetzt ums Überleben», heisst es in der Mitteilung des Kantons.
Welche Aktivitäten sind verboten — und wo?
Die Regelung untersagt grundsätzlich das Betreten und Befischen der betroffenen Gewässer. Auch Wassersportarten, die das Wasser oder Ufer stören, sind betroffen. Ausgenommen bleiben die Aare, Birs und Emme; der Kanton empfiehlt jedoch, auch dort Rückzugszonen kühlerer Bereiche der Fische zu meiden.
- Verboten: Baden, Rudern, Paddeln, Angeln und sonstiges Betreten der Ufer in den betroffenen Flüssen.
- Ausgenommen: Aare, Birs und Emme — dennoch Vorsicht und Rücksichtnahme empfohlen.
- Grund: Hohe Wassertemperaturen und tiefe Wasserstände durch Hitze und Trockenheit.
Konsequenzen für Bevölkerung und Freizeitnutzung
Die Massnahme hat direkte Auswirkungen auf Freizeitsuchende in weiten Teilen des Kantons: Beliebte Bade- und Angelstellen sind temporär tabu. Wer an den Ufern unterwegs ist, sollte Schilder und Weisungen des kantonalen Amtes beachten. Außerdem verweist der Kanton auf die allgemeine Lage: Die Hitzewelle betrifft die ganze Schweiz, und das Bundesamt für Umwelt hat im Zusammenhang mit der Waldbrandgefahr ebenfalls zu Vorsicht aufgerufen.
| Betroffene Gewässer | Status |
|---|---|
| Aare | ausgenommen |
| Birs | ausgenommen |
| Emme | ausgenommen |
| Weitere kleinere und mittlere Flüsse | Betretungs- und Fischereiverbot |
Die Dauer der Massnahme hängt von der weiteren Witterungsentwicklung ab. Sollte sich die Lage der Wasserstände und Temperaturen stabilisieren, wird der Kanton die Aufhebung prüfen und bekanntgeben. Bis dahin sind Besucherinnen und Besucher gebeten, die Verbote zu respektieren, um die lokale Fischfauna nicht zusätzlich zu gefährden.