Treffen der Einsatzkräfte im Hafen von Arbon
Am Freitagnachmittag ist im Hafen Arbon eine bislang unbekannte Menge Treibstoff in den Bodensee ausgelaufen. Zur Eindämmung der Verschmutzung errichteten Einsatzkräfte vor Ort eine rund 300 Meter lange Ölsperre. Teile des Hafens blieben gesperrt, mehrere Bootsbesitzer konnten ihre Boote nicht betreten oder auslaufen.
Wer war im Einsatz?
Die Maßnahmen wurden von rund 30 Angehörigen der Feuerwehr sowie weiteren Organisationen getragen. Beteiligt waren:
- Stützpunktfeuerwehr Arbon
- Feuerwehr Romanshorn
- Feuerwehr Kreuzlingen
- Seerettung Arbon
- Seepolizei
- Kantonspolizei Thurgau
- Amt für Umwelt
- Kantonaler Fischereiaufseher
| Massnahme | Ziel |
|---|---|
| Ölsperre (~300 m) | Verhinderung der Ausbreitung auf offene Gewässer |
| Mobiler Ölabscheider | Absaugen und Trennen von Treibstoff von der Wasseroberfläche |
| Teilsperrungen im Hafen | Sicherung von Personen und Betrieb |
Geruch, Sperrungen und Schifffahrt
Vom Ufer her war der Treibstoffgeruch deutlich wahrnehmbar.
„Im Hafen war der Treibstoffgeruch bereits am Ufer deutlich wahrnehmbar, teilt BRK News mit.“Aufgrund der Verschmutzung wurden Teilbereiche des Hafens gesperrt; mehrere Dutzend Bootsbesitzer konnten deshalb ihre Boote weder betreten noch auslaufen. Die Kursschiffe auf dem Bodensee verkehrten nach Angaben der Behörden weiterhin planmässig.
Umweltfolgen und weitere Schritte
Die genaue Ursache des Austritts ist derzeit noch unklar. Ebenso wird das Ausmass der Verschmutzung sowie mögliche Auswirkungen auf Wasserqualität, Fische und andere Gewässerlebewesen noch abgeklärt. Zur Bekämpfung der Verunreinigung setzten die Einsatzkräfte einen mobilen Ölabscheider ein, der das verschmutzte Wasser von der Oberfläche absaugt und Treibstoff vom Wasser trennt. Behörden rechnen damit, dass die Einsatzkräfte voraussichtlich bis Samstagmittag vor Ort bleiben.
Was bedeutet das für die Bevölkerung?
- Uferbereiche rund um den betroffenen Hafenabschnitt sollten gemieden werden, bis Entwarnung gegeben ist.
- Boots- und Hafenbenutzer müssen mit Sperrungen und eingeschränktem Zugang rechnen.
- Wer Verdacht auf verschmutzte Gewässer oder tote/kranke Tiere wahrnimmt, sollte dies der Kantonspolizei Thurgau oder dem Amt für Umwelt melden.
Der Hafen Arbon zählt mit rund 650 Liegeplätzen und etwa 30 Gästeplätzen zu den grösseren Häfen am Schweizer Bodenseeufer; deshalb haben Schadstoffe hier ein höheres Risiko, sich schnell auf Hafenanlagen und Uferzonen auszuwirken. Die Behörden werden weitere Informationen zu Ursache und Umfang der Verschmutzung veröffentlichen, sobald sie vorliegen.