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Hospiz Salem in Ennenda: Leistungsauftrag für Palliative Care wird Ende 2026 beendet

Die Bethesda Alterszentren AG hat den Leistungsauftrag für spezialisierte Palliative Care im Hospiz des Pflegezentrums Salem per 31. Dezember 2026 gekündigt. Der Kanton akzeptiert die Kündigung und prüft gemeinsam mit regionalen Leistungsträgern Alternativen, um ein Hospizangebot im Kanton zu sichern.

Hospiz Salem in Ennenda: Leistungsauftrag für Palliative Care wird Ende 2026 beendet
©Illustration KI Martin Hefti / news10.ch

Leistungsauftrag gekündigt — Kanton prüft Alternativen

Die Bethesda Alterszentren AG hat den Leistungsauftrag für die spezialisierte Palliative Care im Hospiz des Pflegezentrums Salem in Ennenda per 31. Dezember 2026 gekündigt. Als Begründung nennt die Trägerschaft, dass das Hospiz in den vergangenen rund zwölf Monaten zunehmend weniger Patientinnen und Patienten aufgenommen habe und sich keine nachhaltige Lösung habe finden lassen. Obwohl die bestehende Leistungsvereinbarung formell keine ordentliche Kündigung vor Ende 2027 vorsieht, hat der Regierungsrat die Kündigung angenommen.

Der Entscheid hat unmittelbare Bedeutung für die Palliativversorgung im Kanton: Das Hospiz Salem war bisher eine Anlaufstelle für Menschen in der letzten Lebensphase, die eine spezialisierte Betreuung ausserhalb des eigenen Zuhauses benötigen. Mit dem Wegfall des Leistungsauftrags entsteht eine Versorgungslücke, die der Kanton nach eigenen Angaben zu schliessen versucht.

Gemeinsame Prüfung von Alternativen

Der Regierungsrat kündigt an, zusammen mit den öffentlich-rechtlichen Alters- und Pflegeheimen, dem Kantonsspital Glarus und dem Palliativen Brückendienst mögliche Lösungen zu prüfen. Ziel ist es, ein Angebot für spezialisierte Palliative Care im Kanton langfristig sicherzustellen. Konkrete Massnahmen oder Zeitpläne nennt die Mitteilung nicht; die Prüfung läuft nach der kommunizierten Regierungssitzung vom 2. Juli 2026.

  • Wer: Bethesda Alterszentren AG (Kündigende), Regierungsrat Kanton Glarus (Aufnahme der Prüfung).
  • Was: Kündigung des Leistungsauftrags für spezialisierte Palliative Care im Hospiz Salem.
  • Wann: Kündigung tritt am 31. Dezember 2026 in Kraft.
  • Wie weiter: Prüfung von Alternativen gemeinsam mit regionalen Leistungsträgern.

Für Betroffene, Angehörige und Fachpersonen bedeutet dies eine Phase der Unsicherheit: Bis eine tragfähige Lösung gefunden ist, könnte die Inanspruchnahme spezialisierter Hospizplätze ausserhalb des Kantons oder alternative Versorgungsformen vermehrt in Anspruch genommen werden müssen. Der Kanton hat jedoch signalisiert, dass er aktiv nach Optionen sucht.

OrtEinrichtungFrist
EnnendaHospiz Salem (Pflegezentrum Salem)31.12.2026

Die Mitteilung des Regierungsrats beschreibt die Kündigung als Folge rückläufiger Belegungszahlen und des fehlenden nachhaltigen Betriebsmodells. Sie zeigt zudem auf, dass die vertraglichen Regelungen eine ordentliche Kündigung erst später vorsahen, der Kanton die ausserordentliche Situation aber anerkennt. In der öffentlichen Kommunikation bleibt offen, welche Variante der Palliativversorgung künftig dominieren soll — dezentrale Angebote in Pflegeheimen, ein neues kantonales Hospizmodell oder verstärkte ambulante palliative Begleitung durch spezialisierte Dienste.

Betroffene und Angehörige werden es begrüssen, wenn der Kanton in den kommenden Wochen transparent über den Stand der Prüfungen und über Übergangslösungen informiert. Für Pflegefachpersonen und Institutionen im Kanton ist von Bedeutung, welche finanziellen, personellen oder organisatorischen Anpassungen für eine Fortführung oder Neuorganisation der spezialisierten Palliative Care erforderlich wären.

Die Regierung betont, dass man die Pflicht habe, eine adäquate Versorgung sicherzustellen. Konkrete Entscheide über Ersatzangebote oder eine Neuausrichtung der Palliativversorgung wurden bislang nicht veröffentlicht; entsprechende Entscheide werden voraussichtlich in den bevorstehenden Beratungen zwischen Kanton und regionalen Leistungserbringern thematisiert.

Martin Hefti
Martin KI Korrespondent/-in im Kanton Glarus online

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