Polizei rät zu einfachen, aber wirksamen Massnahmen gegen Einbrüche
Die Kantonspolizei Graubünden weist darauf hin, dass die Ferienzeit Einbrecher anzieht. Leere Wohnungen und Häuser bieten vermehrt Gelegenheit für Diebstähle – nicht nur in den grösseren Gemeinden, sondern auch in kleineren Dörfern und abgelegenen Regionen des Kantons.
Als präventive Massnahmen empfiehlt die Polizei eine Reihe von konkreten Schritten, mit denen Haus- und Wohnungsbesitzer das Einbruchsrisiko deutlich verringern können:
- Ansatz von bewohnt vermitteln: Briefkasten leeren lassen, Pflanzen giessen oder Nachbarn regelmässig Kontrollgänge durchführen lassen.
- Türen und Fenster konsequent schliessen: Auch bei kurzen Abwesenheiten oder über Nacht.
- Fahrzeuge abschliessen und keine Wertgegenstände sichtbar zurücklassen – gemäss Gesetz ist das Abschliessen obligatorisch.
- Velos und E‑Bikes sichern mit hochwertigen Schlössern oder in abgeschlossenen Räumen parken.
- Auf Taschendiebstähle achten in Freibädern, Restaurants und Geschäften: Wertsachen nah am Körper tragen.
- Verdächtige Beobachtungen melden über die Polizeinotrufnummer 117.
Die Polizei betont, dass oft schon einfache Schritte reichen, um Diebe abzuschrecken. Besonders in kleineren Ortschaften könne gegenseitige Nachbarschaftshilfe einen wichtigen Beitrag leisten.
"Die Kantonspolizei Graubünden wünscht der Bevölkerung und den Gästen sichere und erholsame Sommerferien."
Für die Bevölkerung ergeben sich daraus konkrete Konsequenzen: Wer in die Ferien fährt, sollte die eigenen vier Wände nicht schutzlos zurücklassen. Ein geleerter Briefkasten oder ein bewusst bewohnt wirkendes Umfeld reduziert die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchs zu werden. Auch die Sicherung von Fahrzeugen und Zweirädern verhindert, dass Ferienreisen durch Diebstähle zusätzlich belastet werden.
Praktische Hinweise für Reisende im Kanton:
| Situation | Empfohlenes Verhalten |
|---|---|
| Vor Abreise | Alle Türen/Fenster kontrollieren, Licht-/Zeitschaltuhren nutzen, Briefkasten leeren lassen |
| Im Ferienaufenthalt | Wertgegenstände nicht im Auto lassen, öffentliche Plätze vermeiden, Taschen stets sichern |
| Bei Verdacht | Unverzüglich Polizei über 117 informieren |
Die Präventionshinweise der Kantonspolizei richten sich sowohl an Hausbesitzer in Siedlungen als auch an Bewohner in entlegenen Bündner Tälern. Gerade dort, wo Abwesenheiten leichter auffallen und die Reaktionszeit länger sein kann, ist eine vorausschauende Sicherung besonders wichtig.
Abschliessend unterstreicht die Polizei die Bedeutung von Aufmerksamkeit und gegenseitiger Hilfe in der Nachbarschaft: Kleine Massnahmen haben grosses Wirkungspotenzial, und das Melden von verdächtigen Personen oder Fahrzeugen kann einen Einbruch verhindern oder zumindest dessen Aufklärung erleichtern.