Streit während Public Viewing endet in Stichverletzung
Beim Public Viewing am Voltaplatz kam es in den frühen Morgenstunden des Sonntags zu einer mutmasslichen Messerattacke. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft geriet ein 34-jähriger Mann mit drei weiteren Personen zunächst in einen verbalen Streit. In dessen Verlauf wurde der 34-Jährige offenbar von einem der drei mit einer Stichwaffe verletzt. Die Angreifer flüchteten unmittelbar nach der Tat.
Der Verletzte wurde von der Sanität der Rettung Basel-Stadt ins Spital gebracht. Während der Erstversorgung durch Polizeikräfte verhielt er sich den Angaben zufolge ausserordentlich aggressiv und ging die eingesetzten Beamtinnen und Beamten tätlich an. Deshalb kam ein Destabiliserungsgerät («Taser») zum Einsatz, «allerdings ohne nachhaltige Wirkung». Als die Rettungssanitäterinnen und -sanitäter eintrafen, konnten die Einsatzkräfte den Mann beruhigen. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts auf Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte ermittelt.
„Aufgrund der Fremdgefährdung kam es zum Einsatz eines Destabiliserungsgerätes («Taser»), allerdings ohne nachhaltige Wirkung.“
Polizei veröffentlicht Signalemente
Die Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft bittet die Bevölkerung um Hinweise zu den flüchtigen Personen. Für zwei der drei gesuchten Männer liegen detaillierte Beschreibungen vor:
- Erster Verdächtiger: 35–45 Jahre, 170–175 cm, 70–80 kg, nordafrikanischer Typ, mittlere Statur, sprach Arabisch, sicheres Auftreten, schwarze mittellange Haare zu einem Rossschwanz gebunden, Drei-Tage-Bart, weisses T-Shirt, helle lange Jeans, weisse Turnschuhe.
- Zweiter Verdächtiger: 30–35 Jahre, 180–190 cm, schlanke Statur, nordafrikanischer Typ, sprach Arabisch, sicheres Auftreten, schwarze kurze Haare, Drei-Tage-Bart, helle Oberkleidung, schwarze Mütze.
- Dritter Verdächtiger: Keine Signalementangaben verfügbar.
| Nummer | Alter | Grösse | Merkmale |
|---|---|---|---|
| 1 | 35–45 | 170–175 cm | Nordafrikanischer Typ, Rossschwanz, weisses T‑Shirt, helle Jeans |
| 2 | 30–35 | 180–190 cm | Nordafrikanischer Typ, schwarze Mütze, helle Oberkleidung |
| 3 | – | – | Keine Angaben |
Was jetzt wichtig ist für Anwohnende und Besucher
Die Polizei ruft Zeuginnen und Zeugen auf, sich zu melden, wenn sie Beobachtungen gemacht haben oder Personen mit den beschriebenen Merkmalen gesehen haben. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft unter 061 267 71 11 oder jede Polizeiwache entgegen. Personen sollen Vorsicht walten lassen: Wer nach einem Vorfall am Ort anwesend war, sollte mögliche digitale Aufnahmen (Handyvideos, Fotos) sichern und das Datum sowie die Uhrzeit notieren, um den Ermittlungen zu helfen.
Für die Bevölkerung von Basel bedeutet der Vorfall, dass belebte Plätze auch während Grossveranstaltungen nicht automatisch frei von Gewalt sind. Veranstaltende, Security-Teams und Ordnungskräfte stehen vor der Herausforderung, einerseits offene Begegnungsräume zu bewahren, andererseits die Sicherheit der Teilnehmenden sicherzustellen. Konkrete Massnahmen der Stadt oder des Veranstalters wurden bislang nicht gemeldet.
Personen mit sachdienlichen Hinweisen werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft (Tel. 061 267 71 11) oder der nächsten Polizeiwache in Verbindung zu setzen.