Regierungsrat spricht Gelder aus dem Sozialfonds
Der Regierungsrat des Kantons Glarus hat Beiträge aus dem Sozialfonds zur Unterstützung mehrerer lokaler Sozialprojekte bewilligt. Im Zentrum steht die Förderung des Fördervereins «Erstes Clubhaus Schweiz», der in Schwanden ein Pilotprojekt für Menschen mit psychischen Belastungen aufbaut. Daneben erhalten Organisationen, die Integrations- und Beratungsleistungen anbieten, finanzielle Mittel zur Fortführung ihrer Arbeit.
Das Clubhausprojekt versteht sich als Ergänzung zur bestehenden Versorgung: Es setzt auf niederschwellige soziale und berufliche Integration und wird durch eine Mischung aus öffentlichen, privaten und gemeinnützigen Mitteln finanziert. Für die Jahre 2026 und 2027 erhält der Förderverein je einen Unterstützungsbeitrag von 25 000 Franken (Total 50 000 Franken).
Weitere geförderte Angebote und ihre Funktionen
Neben dem Clubhaus werden im Rahmen derselben Entscheide weitere Angebote unterstützt, die in der Alltagshilfe, Integrationsförderung und Jugendberatung verankert sind:
- Der Verein «Träffpunktframi» erhält 17 000 Franken. Nach einem Standortwechsel in das Jugendhaus Gaswärch an der Ygrubenstrasse soll die Vernetzung von Integrations- und Jugendarbeit gestärkt werden.
- Die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Glarus bekommt Mittel für drei soziale Angebote. Dazu zählen insbesondere:
- Alojob: Eine kostenlose Beratungs- und Vermittlungsstelle für erwerbslose und ausgesteuerte Personen mit Wohnsitz im Kanton. Alojob unterstützt bei Stellensuche, Bewerbungen und vermittelt stunden- bzw. tageweise Arbeitseinsätze zur Erhaltung einer Tagesstruktur. Geplanter Beitrag: 30 000 Franken.
- Helppoint: Ein niederschwelliges Beratungsangebot für Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen im Kanton zur Unterstützung bei persönlichen, familiären, schulischen oder sozialen Problemen. Geplanter Beitrag: 5 000 Franken.
Konkrete Zahlen im Überblick
| Empfänger | Beitrag (Franken) | Zeitraum / Zweck |
|---|---|---|
| Förderverein «Erstes Clubhaus Schweiz» | 25 000 pro Jahr | 2026 und 2027, Pilotprojekt Clubhaus in Schwanden |
| Verein «Träffpunktframi» | 17 000 | Förderung Integration und interkultureller Austausch |
| Alojob (Evangelisch-reformierte Landeskirche) | 30 000 | Beratung und Reintegration erwerbsloser Personen |
| Helppoint (Evangelisch-reformierte Landeskirche) | 5 000 | Schülerberatung, niederschwellige Anlaufstelle |
Bedeutung für die Bevölkerung
Die Unterstützungsbeiträge zielen darauf ab, Angebotslücken zu schliessen und niedrigschwellige Zugänge zu Beratung und Integration zu sichern. Für Betroffene bedeutet dies konkret: mehr Anlaufstellen im Kanton, bessere Vernetzung zwischen Jugend- und Integrationsarbeit sowie zusätzliche Ressourcen, um Menschen mit psychischen Belastungen in ihrer Wiedereingliederung zu begleiten. Das Clubhaus in Schwanden kann als Modellprojekt Impulse für weitere regionale Angebote geben, sofern die Evaluation positive Ergebnisse zeigt.
Die Gelder stammen aus dem kantonalen Sozialfonds und sind Teil des Bestrebens, Sozialangebote breit abzustützen. Für Gemeinden, Fachstellen und betroffene Personen sind die bewilligten Beiträge eine kurzfristige Entlastung und ermöglichen die Fortführung bzw. den Aufbau konkreter Hilfsleistungen.