Automatische Erkennung statt manuelles Ein- und Ausstempeln
Die von Alliance SwissPass getestete Be-In/Be-Out-Technologie soll Fahrten automatisch identifizieren und im Nachhinein abrechnen. Ziel ist, das manuelle Einchecken mit EasyRide überflüssig zu machen. Rund 3'000 Testpersonen nutzten das System während eines zwei Monate dauernden Feldtests bis Ende Juni.
Was im Test schieflief
Die Test-Community beschreibt ein gemischtes Bild: Einige Nutzende sind begeistert, weil sie nicht mehr an Ein- oder Auschecken denken müssen. Gleichzeitig traten aber auch mehrere Fehlzuordnungen auf. Betroffene berichteten, dass Fahrten mit dem eigenen Auto, E‑Bike oder Leihtrottinett als Bahn- oder Busfahrten erfasst wurden. Solche Fehlbuchungen liessen sich zwar in den meisten Fällen nachträglich korrigieren, sorgten jedoch für Diskussionen innerhalb der Testgruppe.
"In einzelnen Fällen hat das System Fahrten nicht korrekt erkannt. So wurden beispielsweise kurze Strecken mit dem Velo, Trottinett oder Auto teilweise als ÖV-Fahrten erfasst", sagte Mediensprecher Philipp Bosshard.
Konsequenzen und offene Fragen
Fehlerhafte Erkennungen haben mehrere praktische Folgen: Betroffene müssen Buchungen prüfen und gegebenenfalls reklamieren; Anbieter und Nutzer diskutieren Vertrauen in das automatische Abrechnungssystem; Betreiber müssen die Algorithmen verbessern, bevor ein flächendeckender Einsatz sinnvoll ist. Ausserdem bleiben Fragen zu Transparenz der Abrechnung und zum Umgang mit wiederkehrenden Fehlzuordnungen offen.
- Pro: Kein manuelles Ein- und Auschecken mehr für Nutzerinnen und Nutzer.
- Contra: Falsch erkannte Fahrten (Auto, Velo, Trotti) führen zu Korrekturaufwand.
- Testumfang: Rund 3'000 Teilnehmende über zwei Monate.
Kurzübersicht der bekannten Fehler
| Fehlklasse | Beispiel |
|---|---|
| Falsch erkannte ÖV-Fahrt | Auto als Zug |
| Velo/Trottinett | E‑Bike oder Leihtrotti als Busfahrt |
Alliance SwissPass bestätigt gegenüber Medien, dass die genannten Fehlerfälle bekannt sind. Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das aktuell: Die automatische Option kann Zeit sparen, erfordert aber weiterhin Kontrolle und gegebenenfalls Intervention bei fehlerhaften Abrechnungen. Die Weiterentwicklung der Technologie und anschliessende Tests werden entscheidend dafür sein, ob Be-In/Be-Out dauerhaft und zuverlässig im Schweizer ÖV eingesetzt wird.